Das arznei-telegramm® (a-t) stellt Ende dieses Jahres sein Erscheinen ein. Dies hat der geschäftsführende Gesellschafter und verantwortliche Herausgeber Wolfgang Becker-Brüser auf der Webseite des a-t mitgeteilt [1]. Der Schritt sei unumgänglich und die Gründe dafür vielfältig. In erster Linie konnte Becker-Brüser, der nun in den Ruhestand geht, Probleme seiner Nachfolge in der Herausgeberschaft nicht zufriedenstellend lösen. Eine Weiterführung seiner Aufgaben durch Mitglieder der Redaktion habe sich zerschlagen, „unter anderem wegen grundsätzlicher Unwägbarkeiten in unserer Zeit und kaum kalkulierbarer finanzieller, auch fiskalischer Risiken“ für seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger. Interessenten von außerhalb hätten – nach Einschätzung von Becker-Brüser – ein Weiterbestehen in gewohnter Qualität und Unabhängigkeit nicht sicher gewährleisten können. Auch Ungewissheiten hinsichtlich der Auswirkungen der zunehmenden Verwendung von künstlicher Intelligenz bei der Informationssuche führt er als einen wichtigen Grund an.
Wir vom ARZNEIMITTELBRIEF bedauern diese Entscheidung sehr. Das a-t war für uns in den letzten 56 Jahren stets ein wichtiger und kompetenter Mitstreiter für unabhängige Informationen zu Arzneimitteln und somit für eine sichere und rationale Arzneimitteltherapie. Wolfgang Becker-Brüser und die Redaktion des a-t haben große Verdienste in der kritischen Fortbildung. Die deutschsprachige Medienlandschaft verliert einen Leuchtturm.
Literatur
- https://www.arznei-telegramm.com/de/6525/eine-aera-geht-zu-ende-das-arznei-telegrammsup174sup-erscheint-letztmalig-im-dezember-2026 (Link zur Quelle)