Jg. 58, S. 14; Ausgabe 02 / 2024
Die Therapie der Hepatitis C ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben mehrfach darüber berichtet (vgl. ). Dennoch haben wir immer davor gewarnt, den Begriff „Heilung“ aus den Werbeaussagen der pharmazeutischen Unternehmer (pU) zu übernehmen und darauf hingewiesen, dass Langzeitstudien abgewartet werden müssen, in denen die Wirksamkeit der antiviralen Therapie auf die Mortalität untersucht wird. Die Infektion mit dem [...]
Jg. 53, S. 39; Ausgabe 05 / 2019
Man geht davon aus, dass 1% der Weltbevölkerung (71 Mio. Menschen) mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert ist und jährlich 400.000 Menschen an den Folgen dieser Erkrankung sterben (1). Schwerwiegende Folgen der chronischen Hepatitis C sind Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom (HCC). Wir haben mehrmals über die gute Wirksamkeit der neuen direkt wirkenden antiviralen Substanzen bei der chronischen [...]
Jg. 52, S. 61; Ausgabe 08 / 2018
In Europa sterben jährlich etwa 170.000 Menschen an den Folgen einer Leberzirrhose (1). Ascites, gastrointestinale Blutungen aus Ösophagusvarizen, hepatische Enzephalopathie und Ikterus sind die typischen Symptome einer dekompensierten Leberzirrhose. Das mediane Überleben in diesem Krankheitsstadium beträgt ca. 2 Jahre. In dieser Zeit kommt es immer wieder zu kostenintensiven stationären Aufenthalten (2), häufigen Komplikationen wie spontan [...]
Jg. 51, S. 9; Ausgabe 02 / 2017
Zusammenfassung: Gegen die Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus kann man sich durch gut verträgliche Impfungen sehr wirksam schützen. In Deutschland leben geschätzt 70.000 Menschen mit einer chronischen Hepatitis-B-Infektion. Wenn auch die Inzidenz der Hepatitis B in Deutschland zurückgegangen ist, unterstützten wir die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), alle Säuglinge und Kleinkinder gegen Hepatitis B zu impfen, [...]
Jg. 48, S. 20; Ausgabe 03 / 2014
Die portale Hypertonie (PHT) ist eine schwerwiegende Folge der Leberzirrhose, denn sie kann im Verlauf zu Ösophagusvarizen und zu bedrohlichen Blutungen führen. Die PHT ist aber auch an anderen Komplikationen bei Leberzirrhose beteiligt: Aszites, Hepatorenales Syndrom und Hepatische Enzephalopathie (1, 2). Die Ausprägung der Varizen und rote Punkte auf den Varizen werden von Endoskopikern als [...]
Jg. 44, S. 38a; Ausgabe 05 / 2010
Wir haben über Prophylaxe und Therapie der Reisediarrhö mit Rifaximin (Xifaxan®), einem schlecht resorbierbaren Rifampicin-Derivat, berichtet (1). Die Nutzen-Risiko-Abwägung für diese Indikation ist insgesamt negativ, und auch der erhoffte Absatz ist ausgeblieben. Das Antibiotikum suchte dann nach weiteren Indikationen, wie z.B. in der Zusatztherapie des Morbus Crohn (2), beim Reizdarm-Syndrom (3), bei der Divertikulitis (4), [...]
Jg. 42, S. 23a; Ausgabe 03 / 2008
Die spontane bakterielle Peritonitis (SBP) entsteht durch „Translokation” von Bakterien vom Darm in den Aszites. Sie ist bei fortgeschrittener Leberzirrhose nicht selten und führt durch Sepsis bzw. septischen Schock häufig zum Tod (1-3). Zwar ist die SBP bei den meisten Patienten durch eine antibiotische Therapie zu heilen, doch sterben sie oft an einem sich nach [...]
Jg. 40, S. 92; Ausgabe 12 / 2006
Bei schwerer Herzinsuffizienz (NYHA 4) und bei dekompensierter hydropischer Leberzirrhose entwickelt sich oft eine mitunter schwere Hyponatriämie, die durch ein intrazelluläres Hirnödem zu Krankheitsgefühl, Konfusion und eventuell zu zerebralen Krampfanfällen führen kann. Die pathophysiologische Ursache ist bei beiden Krankheiten eine „arterielle Volumen-Unterfüllung” mit Tendenz zur arteriellen Hypotonie, wodurch die Sekretion von Arginin-Vasopressin (AVP, antidiuretisches Hormon [...]
Jg. 38, S. 55b; Ausgabe 07 / 2004
Die Empfehlungen zur Behandlung der hepatischen Enzephalopathie und des Leberkomas beinhalten neben der Einschränkung des Nahrungsproteins, der Darmreinigung, der lokalen Antibiotikatherapie auch die Gabe von Laktulose, „einem inerten Zucker, der den Koloninhalt ansäuert” (1). Über den Sinn und Unsinn von Laktulose bei dieser Indikation recherchierten drei Autoren der dänischen Hepato-biliären Cochrane-Studiengruppe (2). Sie suchten über [...]
Jg. 35, S. 41; Ausgabe 06 / 2001
Für Therapie-Entscheidungen bei chronischer Hepatitis B und C ist es wichtig zu wissen, ob bei einem Patienten noch eine Vermehrung des Virus (Replikation) stattfindet und wie stark diese ist. Der Nachweis ist durch Bestimmung der DNS des Hepatitis-B-Virus bzw. der RNS des Hepatitis-C-Virus im Serum möglich. Zur Einschätzung der Aktivität des Krankheitsprozesses (Ausmaß der Entzündung) [...]
Jg. 34, S. 68a; Ausgabe 09 / 2000
Die Standardbehandlung der chronischen Hepatitis-B-Infektion ist die Monotherapie mit Interferon alpha. Diese sollte sechs Monate lang in einer Dosierung von 3 mal 5 bzw. 3 mal 6 Mill. E. Interferon pro Woche s.c. durchgeführt werden. Damit ist eine dauerhafte Besserung (Normalisierung der Transaminasen, Serokonversion von HBeAg zu Anti-HBe bzw. Verlust der HBV-DNA) bei ca. 30-40% [...]