Jg. 59, S. 24DB02; Ausgabe 03 / 2025
Dr. F. aus T.: << Ich habe mit Interesse Ihre Antwort auf die Frage eines psychiatrischen Kollegen gelesen und möchte hierzu zwei Anmerkungen machen. Nach meiner Erfahrung mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist Guanfacin (Intuniv®) wirksam überwiegend bei hyperkinetischen Problemen, weniger bei einer reinen Aufmerksamkeitsdefizitsymptomatik. Außerdem ist mir nicht bekannt, dass Guanfacin für Erwachsene [...]
Jg. 59, S. 5; Ausgabe 01 / 2025
Wir haben 2017 über das spannende Thema Plazebos und Plazeboreaktionen in der Wissenschaft allgemein und in der praktischen Medizin berichtet (vgl. ). Zu den vielen Determinanten einer Plazeboreaktion zählen Dosis, Art und Preis der Behandlung, individuelle Erfahrungen und Konditionierung, Erwartungen, die Qualität der Beziehung zwischen Therapeuten und Behandelten sowie soziokulturelle Faktoren wie Traditionen und Werbung. In [...]
Jg. 59, S. 8DB01; Ausgabe 01 / 2025
Frage von Dr. P. aus S.: >> Ich bin Psychiater und betreue eine 19-jährige Frau mit ausgeprägter Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Sie hat aufgrund ihrer Konzentrationsstörungen große Schwierigkeiten, ihre Schulausbildung abzuschließen, und sie geht derzeit gar nicht mehr zur Schule. Zugleich hat sie ein kongenitales Long-QT-Syndrom Typ 1 mit wechselnden QTc-Zeiten zwischen 460 und 500 msek. Der Kardiologe rät [...]
Jg. 58, S. 5; Ausgabe 01 / 2024
Eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beginnt im Kindes- und Jugendalter und kann auch im Erwachsenenalter weiter bestehen. Es wird geschätzt, dass heute etwa 2-6% aller Kinder und Jugendlichen unter einer krankhaften Störung der Aufmerksamkeit und an motorischer Unruhe leiden . Charakteristisch sind: übersteigerter Bewegungsdrang (Hyperaktivität), gestörte Konzentrationsfähigkeit (Unaufmerksamkeit) und häufiges unüberlegtes Handeln (Impulsivität). Die einzelnen Symptome können [...]
Jg. 52, S. 79b; Ausgabe 10 / 2018
Fragen von Dr. K.-H.B. aus B.: >> Wie auch im AMB vor Jahren beschrieben (1) besteht bei Appetitzüglern das Risiko der Entwicklung einer pulmonalen Hypertonie. Medikamente zur Behandlung der ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) vom Amphetamin-Typ haben ja Analogien zu Appetitzüglern und werden zunehmend auch Erwachsenen verschrieben. Ich habe Bedenken wegen kardiopulmonaler Risiken. Gibt es Zahlen zur Inzidenz [...]
Jg. 42, S. 23b; Ausgabe 03 / 2008
Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Fachkreisen eine Debatte über die Mitverursachung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) durch künstliche Zusätze in Nahrungsmitteln, besonders Farbstoffe. Eine Metaanalyse aller experimentellen Studien bis 2004 fand einen signifikanten Effekt von „artificial food colours and other food additives” (AFCA) auf das Verhalten von Kindern mit ADHS (1). D. McCann et [...]
Jg. 41, S. 1; Ausgabe 01 / 2007
Im Arzneiverordnungs-Report 2006 (1) sind 21 Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen aufgeführt (Tab. 1), von denen allerdings nur 11 wirklich innovativ sind, d.h. ein neuartiges Wirkprinzip mit klinischer Relevanz haben (Bewertung A nach Fricke). Wenn man diejenigen Arzneimittel noch hinzuzählt, die zwar nicht innovativ, aber verbessert sind bezüglich Pharmakodynamik und/oder Pharmakokinetik (Bewertung B nach Fricke), so [...]
Jg. 35, S. 88; Ausgabe 11 / 2001
Dr. G.Z. aus Stuttgart schreibt zu unserer Kleinen Mitteilung über Versuche mit Methylphenidat bei Ratten (AMB 2001, 35, 31): >>… Die von Ihnen zitierte Arbeit ist an entscheidenden Stellen sehr kritisch zu bewerten:1. Die verwendete Methylphenidat-Dosierung war 2-7fach höher als die empfohlene Dosis im Humanbereich …2. Es gibt kein tierexperimentelles Paradigma für Hyperaktivität …3. Der [...]
Jg. 35, S. 31b; Ausgabe 04 / 2001
Zur Ergänzung unseres Referats zur Therapie des Hyperkinetischen Syndroms mit Methylphenidat (AMB 2001, 35, 12) hat uns ein Leser auf eine aktuelle, alarmierende Arbeit aus Göttingen hingewiesen (Moll, G.H., et al.: J. Child Adolesc. Psych. Pharmacol. 2001, 11, 15). In einem Tierexperiment wurde sehr jungen und postpubertären Ratten zwei Wochen lang Methylphenidat verabreicht. Es konnte [...]
Jg. 35, S. 12; Ausgabe 02 / 2001
Nach Schätzungen leiden 3-5% aller Kinder an einem Hyperkinetischen Syndrom. Synonyme für diese Erkrankung sind im englischen Sprachgebrauch ADHD oder ADD (Attention Deficit/Hyperactivity Disorder). Bei den betroffenen Kindern handelt es sich überwiegend um Jungen. Ein Hyperkinetisches Syndrom beginnt vor dem Alter von 6 Jahren. Im Gegensatz zu früheren Vermutungen behalten die Mehrzahl der Betroffenen diese [...]