Jg. 57, S. 12b; Ausgabe 02 / 2023
Angststörungen (AngSt) sind nach Depressionen die zweithäufigste psychiatrische Störung. Bis zu 12% der US-Amerikaner sollen unter einer Angststörung leiden, und bis zu 20% der Patienten in der Primärversorgung erfüllen die diagnostischen Kriterien . Frauen sind häufiger betroffen als Männer (Lebenszeitprävalenz 40% vs. 26%). AngSt haben während der COVID-19-Pandemie erheblich zugenommen . Die Mehrzahl der AngSt [...]
Jg. 54, S. 93; Ausgabe 12 / 2020
Zusammenfassung: Anhaltende Schlafstörungen bei Erwachsenen und ihre Behandlung sind ein sehr häufiges Problem in der Hausarztmedizin. Eine aktuelle randomisierte Studie zeigt, dass eine initiale Behandlung chronischer Schlafstörungen mit einfachen verhaltenstherapeutischen Maßnahmen ähnlich wirksam ist wie eine Behandlung mit einem Hypnotikum (Remissionsrate ca. 35%). Allerdings verlängerten Hypnotika (hier Zolpidem bzw. Trazodon) die Schlafdauer stärker als die [...]
Jg. 54, S. 20; Ausgabe 03 / 2020
Die „überaktive Blase“ (ÜAB) ist definiert über den Symptomenkomplex Pollakisurie (Definition: ≥ 8 Miktionen/24 h bei normaler Harnmenge), plötzlicher imperativer Harndrang (mit oder ohne Harnverlust) und nächtliches Aufwachen durch Harndrang mit Blasenentleerung (Nykturie; 1). Angeblich leidet jede/r Zehnte > 50 Jahre unter einer ÜAB, mit zunehmender Prävalenz in höheren Jahren. Frauen und Männer sind etwa [...]
Jg. 50, S. 25; Ausgabe 04 / 2016
Zusammenfassung: Schlaflosigkeit (Insomnie) ist im Alter ein sehr häufiges Problem, und gerade ältere Menschen werden deswegen vorwiegend medikamentös behandelt. Nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen, wie z.B. kognitive Verhaltenstherapie, sind ebenfalls wirksam, werden aber wenig genutzt. Typische „Schlafmittel“ (meist Agonisten des Benzodiazepinrezeptors) und andere sedierende Pharmaka sollten bei alten Menschen wegen des ungünstigen Verhältnisses von Nutzen und Risiken prinzipiell [...]