Jg. 43, S. 57; Ausgabe 08 / 2009
Zusammenfassung: Die Befürchtung, dass Insulinanaloga, speziell das sehr häufig verordnete, lang wirkende Insulin glargin (Lantus®), das Wachstum von Tumoren fördern können, geht auf tierexperimentelle und in-vitro-Untersuchungen – auch an humanen Tumorzelllinien – zurück (1-6). Vergleichende epidemiologische Untersuchungen von Humaninsulinen und Insulinanaloga bei Diabetikern mit eindeutigen Ergebnissen und Entscheidungshilfen für das praktische Vorgehen gibt es – [...]
Jg. 43, S. 47b; Ausgabe 06 / 2009
Es besteht weiterhin ein großer Bedarf an echten Innovationen, um die Ergebnisse medikamentöser Therapiestrategien in der Onkologie mit kurativer, meistens jedoch palliativer Zielsetzung nachhaltig zu verbessern. Angesichts der demographischen Entwicklung und des rasanten Anstiegs der Kosten für neue Arzneimittel in der Onkologie werden Fragen wie Zusatznutzen gegenüber dem bisherigen Standard, pharmakoökonomische Bewertung neuer Wirkstoffe, Qualität [...]
Jg. 43, S. 37; Ausgabe 05 / 2009
Auf Metaanalysen zu Wirksamkeit und Risiken der rekombinanten humanen Erythropoese-stimulierenden Wirkstoffe (erythropoiesis-stimulating agents = ESA) zur Behandlung der Anämie bei Tumorpatienten sind wir in den letzten Jahren wiederholt eingegangen (1-3). Diese Metaanalysen basierten auf Auswertung der in der Fachliteratur publizierten klinischen Studien. Eine aktuelle, umfassende Metaanalyse hat demgegenüber individuelle Patientendaten von insgesamt 53 randomisierten kontrollierten [...]
Jg. 43, S. 14; Ausgabe 02 / 2009
Wir haben mehrfach über Studien zur Prävention von Karzinomen oder kardiovaskulären Krankheiten durch Langzeit-Einnahme von Vitaminen berichtet. Alle hatten ein negatives Ergebnis und zeigten zum Teil sogar ein höheres Risiko auf (1-4). Deshalb sollen drei kürzlich erschienene Studien, ebenfalls mit negativem Ausgang, gemeinsam besprochen werden. Im Rahmen der Physicians’ Health Study nahmen 14 641 US-amerikanische [...]
Jg. 42, S. 78a; Ausgabe 10 / 2008
Der „Arbeitskreis Klinische Studien in onkologischen und hämatologischen Praxen e.V. (AKS)”, der von vielen pharmazeutischen Herstellern finanziell unterstützt wird, hat sich laut Homepage zum Ziel gesetzt, „die Transparenz der Studienlandschaft in Deutschland und die Durchführung klinischer Studien in onkologischen und hämatologischen Praxen zu verbessern” (1). In Abstimmung mit dem Arbeitskreis Palliativmedizin der deutschen Gesellschaft für [...]
Jg. 40, S. 29a; Ausgabe 04 / 2006
Verschiedene retrospektive Studien führten zu der Hypothese, dass die Einnahme von Statinen einen protektiven Effekt nicht nur hinsichtlich arteriosklerotischer kardiovaskulärer Ereignisse, besonders Herzinfarkten, hat, sondern dass sie auch die Entstehung von Kolon-, Mamma-, Lungen- und Prostata-Karzinonem reduzieren (1). Als Schutzmechanismen wurden antiinflammatorische, antiproliferative und antiangiogenetische Effekte von Statinen diskutiert. Auf der anderen Seite könnte die [...]
Jg. 37, S. 86a; Ausgabe 11 / 2003
Bisphosphonate (BP) werden oft routinemäßig bei Patienten mit Knochenmetastasen maligner Tumore zur Schmerzreduktion und zur Prävention von Frakturen eingesetzt (1-4). J.R. Ross et al. aus London versuchten mit einer Metaanalyse von 95 Publikationen zu klären, wie lange BP mindestens eingesetzt werden müssen, bis ein Effekt auf die Frakturhäufigkeit und andere Ereignisse erkennbar wird (5). Der [...]
Jg. 32, S. 62; Ausgabe 08 / 1998
Im Gegensatz zur Gabe endogener angiogener Wachstumsfaktoren bei peripherer arterieller Verschlußkrankheit oder koronarer Herzkrankheit (vgl.AMB 1998, 32, 61b) verfolgt diese neue Strategie in der Tumortherapie das Ziel, durch Gabe von Inhibitoren der Angiogenese bzw. BIockade und/oder Deaktivierung von Adhäsionsrezeptoren auf Endothelzellen die für die Versorgung von Tumorzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff wichtige Neubildung von Blutgefäßen [...]
Jg. 31, S. 33; Ausgabe 05 / 1997
Patienten, Ärzte, Versicherungsträger und Gerichte müssen sich seit der Entstehung einer naturwissenschaftlich fundierten Medizin mit Verfahren auseinandersetzen, die von den Vertretern der Schulmedizin mit negativ getönten Begriffen wie paramedizinisch, unorthodox, unwissenschaftlich oder „unsound“, von Anhängern dieser Verfahren mit positiv belegten Termini wie biologisch, komplementär oder ganzheitlich belegt werden, während Bezeichnungen wie „alternativ“ oder „unkonventionell“ von [...]