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Schwierigkeiten mit der Rekrutierung von Patienten für randomisierte plazebokontrollierte Studien

Stellen Sie sich vor, sie werden als 55jährige Frau gefragt, ob Sie an einer prospektiven, plazebokontrollierten, randomisierten Studie von 10 Jahren Dauer teilnehmen wollen mit der Frage nach der Wirksamkeit einer postmenopausalen Östrogen/Gestagen-”Substitution“ und Sie haben die 1:1-Perspektive, in der Plazebo-Gruppe zu landen! Dies ist eine durchaus reale Situation. Um die Frage zu klären, wie […]

Liposomales Amphotericin B bei neutropenischen Patienten mit refraktärem Fieber

Die Wirksamkeit von Amphotericin B in der empirischen Therapie bei neutropenischen Patienten mit Fieber unklarer Genese (FUO), das nicht auf Breitspektrumantibiotika anspricht, ist durch mehrere klinische Studien belegt (1-7; Übersicht in 8; vgl. AMB 1996, 30, 9). Die ausgeprägten Nebenwirkungen von konventionellem Amphotericin-B-Desoxycholat (K-AMB: Amphotericin B), vor allem Niereninsuffizienz, Hypokaliämie, Fieber und Schüttelfrost, erschweren jedoch […]

Wie viele Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 können mit Diät allein oder mit medikamentöser Monotherapie gut eingestellt werden? Die UKPDS 49

Dieser praktisch und prognostisch wichtigen Frage gingen R.C. Turner et al. in der United Kingdom Prospective Diabetes Study 49 nach (JAMA 1999, 281, 2005). Über die groß angelegte UKPDS haben wir mehrfach ausführlich berichtet (s.a. AMB 1998, 32, 81 und 76a. 4075 Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 2 wurden in den Jahren 1977 […]

Dauer der Antikoagulation nach idiopathischer Thromboembolie

Das Research Committee der British Thoracic Society stellte fest, daß nach einer vierwöchigen Antikoagulation wegen tiefer Beinvenenthrombose, Lungenembolie (oder beiden) mehr Rezidive beobachtet werden als nach einer Antikoagulation für drei Monate (1, 2). Die schwedische Duration of Anticoagulation-Studie (DURAC 1) zeigte, daß nach Antikoagulation für sechs Monate sich weniger Rezidive ereignen als nach Antikoagulation für […]

Hormonale Kontrazeptiva und Myokardinfarkt: Kein signifikant erhöhtes Risiko in neuer epidemiologischer Studie

In früheren Mitteilungen haben wir mehrfach und ausführlich über hormonale Kontrazeptiva als Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, Schlaganfall und Herzinfarkt berichtet (AMB 1998, 32, 30; 1997, 31, 11; 1996, 30, 1; 20). Die vor einigen Jahren aufsehenerregenden Studien – insbesondere die European Transnational Study (Contraception 1997, 56, 129) und eine WHO-Studie (Lancet 1997, 349, 1202) – […]

Optimierung der Monotherapie bei essentieller Hypertonie

Die Wahl des ersten Antihypertensivums bei neu entdeckter arterieller Hypertonie ist bisher variabel. Zwar gibt es Hinweise darauf, daß bei jüngeren Menschen ACE-Hemmer und Betarezeptoren-Blocker etwas besser wirken als bei älteren Menschen und daß bei älteren Patienten Diuretika besser wirken als bei jungen, jedoch wird dies in der Praxis wenig beachtet. Um so wichtiger sind […]

Antiretrovirale Therapie bei HIV-Infektion/AIDS. Möglichkeiten und Grenzen der Proteinase-Inhibitoren

Zusammenfassung: Die antiretrovirale Kombinationstherapie unter Einschluß der Proteinase-Inhibitoren führt bei 60 bis 90% nicht vorbehandelter HIV-infizierter Patienten zu einer deutlichen Virussuppression im Plasma bis unter die Nachweisgrenze. Bisherige Erfahrungen bestätigen die Lebensverlängerung und die verbesserte ”Lebensqualität“. Gleichzeitig werden aber auch nach mehr als dreijähriger Beobachtungszeit die Auswirkungen, Nebenwirkungen und Grenzen der Therapie mit Proteinase-Inhibitoren sichtbar: […]

Unerwünschte Wirkungen von Zytostatika

(Fortsetzung unseres Hauptartikels AMB 1999, 33, 41) Tabelle 2C Spätschäden von Zytostatika (Monate bis Jahre nach Applikation)

Leserbrief: Behandlung von Meningeomen mit Octreotid?

Frage von Dr. H.M. aus Ebern: >> Ist die postoperative Behandlung des Octreotid-sensiblen Meningeoms (insbesondere bei Optikus-Lokalisation) mit Sandostatin LAR-Monatsdepot 20 mg wirksam? Es gibt bisher keinen Beweis der Wirksamkeit von Somatostatin-Analoga auf das Wachstum von Meningeomen. Auch der Ausdruck ”Octreotid-sensibles Meningeom“ sollte vermieden werden. Somatostatin-Rezeptoren verschiedener Subtypen existieren und wurden reichlich in Meningeomen gefunden. […]

Leserbrief: Infektionssicherheit albuminhaltiger Diagnostika

Frage von Dr. K.R. aus K.: >> Ich möchte mich nach der Sicherheit des albuminhaltigen Echokardiographie-Kontrastmittels Optison erkundigen hinsichtlich des Infektionsrisikos. Ich frage mich, inwieweit der Patient vor dem Risiko einer iatrogen erworbenen Hepatitis oder gar HIV-Infektion geschützt ist. Nur wenn dieser Schutz tatsächlich gewährleistet ist, könnte ich mich dazu entschließen, dieses neue diagnostische Mittel […]

Gynäkomastie als Folge einer merkwürdigen Gewohnheit

H. Vierhapper und P. Nowotny aus Wien berichten im Lancet (1999, 353, 640) über einen 48jährigen Mann, der sich im 46. Lebensjahr erstmals mit einer ausgeprägten beidseitigen Gynäkomastie vorstellte. Der körperliche Untersuchungsbefund war darüberhinaus unauffällig. Serum-Testosteron, LH und FSH waren erniedrigt, Serum-Kortisol und das Kortisol-bindende Globulin waren erhöht. Das ”freie Kortisol“ war normal; Serum-Östradiol war […]

Troglitazon und Hepatotoxizität

Wenig Aufmerksamkeit wurde in Deutschland der Vertriebseinstellung von Troglitazon in Großbritannien und Dänemark gewidmet. Wegen des Verdachts, relativ häufig Leberschädigungen zu verursachen, ist in den USA die Anwendung eingeschränkt worden, jedoch wurde dort kein Verbot ausgesprochen. Das war Gegenstand sehr kritischer Diskussionen in der dortigen Tagespresse. Troglitazon ist die erste Substanz einer neuen Klasse von […]

Kann die Prophylaxe gegen Pneumocystitis carinii bei HIV-Infizierten unter hochaktiver antiretroviraler Therapie weggelassen werden?

Die Pneumocystis-carinii-Pneumonie (PCP) bleibt trotz der inzwischen allgemein üblichen PCP-Prophylaxe die häufigste opportunistische Infektion, die das Vollbild des AIDS definiert. Mittel der Wahl zur Primärprophylaxe ist Co-trimoxazol bei Patienten mit einer CD4-Zellzahl unter 200/µl; die Sekundärprophylaxe wird als lebenslange Erhaltungstherapie nach durchgemachter PCP ebenfalls mit Co-trimoxazol durchgeführt. Die antiretrovirale Therapie, bei der im Regelfall zwei […]

”Gute“ und ”schlechte“ Kohlenhydrate und koronare Herzkrankheit

Viele Studien belegen, daß die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit (KHK) – vermutlich vermittelt über Blutfette – diätetisch beeinflußt werden kann. Ein hohes HDL-Cholesterin gilt als protektiv, ein hohes LDL-Cholesterin als Risikofaktor. Sehr fettarme Diäten senken HDL- und LDL-Cholesterin; aber auch eine sehr kohlenhydratreiche Diät kann das HDL-Cholesterin erniedrigen. Eine im Lancet von G. Frost et […]

Unerwünschte Wirkungen von Zytostatika

Die heute in der Tumortherapie eingesetzten zytostatisch wirksamen Medikamente entstammen unterschiedlichen Substanzgruppen. Neben der Einteilung nach Substanzklassen mit Untergruppen und Einzelsubstanzen (s. Tab. 1) werden Zytostatika auch eingeteilt nach ihrer Wirkung auf den Zellzyklus in phasenspezifische (wirken nur während bestimmter Phasen des Zellzyklus), zyklusspezifische (erfassen alle Phasen des Zellzyklus außer der G0-Phase) und zyklusunspezifische (erfassen […]