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Zum prophylaktischen Einsatz von Granulozyten-Kolonien-stimulierendem Faktor (G-CSF; Filgrastim = Neupogen, Lenograstim = Granocyte) oder Granulozyten-Makrophagen-Kolonien-stimulierendem Faktor (GM-CSF, Molgramostim = Leucomax) zur Verkürzung der Granulozytopenie nach antineoplastischer Chemotherapie liegen seit 1994 Empfehlungen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vor (1, 2). Auf die zahlreichen offenen Fragen (z.B. rationale Indikationsstellung, Beginn, Dauer, Tagesdosis) zum Einsatz von […]
Die von dem italienischen Arzt Dr. Luigi Di Bella und seinem Sohn propagierte ”Multitherapie“ hat in den vergangenen Jahren in Italien, aber auch in Deutschland, großes Aufsehen sowohl bei Tumorpatienten und deren Angehörigen als auch in den Medien erzeugt und Pilgerströme zur Privatpraxis von Dr. Di Bella nach Modena in der Emilia Romagna ausgelöst. Im […]
Frage von Dr. R.B. aus Bremen: >> Kann es unter Gabe eines Anticholinergikums (Bornaprin 4 mg) zu merkenswerter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit beim Ausdauertrainierten kommen? > Bornaprin (Sormodren) gehört zu den Anticholinergika und hat eine Antimuskarinwirkung. Anwendungsgebiete sind laut Roter Liste 1998 (7): Parkinson-Syndrom, insbesondere zur Beeinflussung des Rigors und des Tremors, medikamentös bedingte extrapyramidale […]
Obwohl eine Senkung der kardiovaskulären Sterblichkeit bei arterieller Hypertonie bislang nur durch Modifikationen des Lebensstils, durch Betarezeptoren-Blocker und durch Diuretika eindeutig nachgewiesen ist (seit kurzem auch für die ACE-Hemmer, s. AMB 1999, 33 ,28a), wurden in den vergangenen Jahren zunehmend die teureren Kalziumantagonisten und ACE-Hemmer verordnet. Mit jeweils über 30% Marktanteil wurden sie deutlich häufiger […]
Die primäre systemische Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, bei der monoklonale Leichtketten-Proteine entarteter Plasmazellen fibrillär abgelagert werden (AL-Amyloidose) und zu einer Dysfunktion wichtiger Organe (z.B. Herz, Nieren, Leber) führen. Häufig findet sich auch eine Polyneuropathie. Seit Einführung der Kombination von Melphalan (Alkeran) plus Prednison (MP) vor mehr als 20 Jahren sind keine entscheidenden Fortschritte in […]
Es ist ausreichend belegt, daß Magen- und Duodenal-Ulzera bzw. -erosionen, die mit Helicobacter pylori besiedelt sind, nach Eradikation schneller abheilen und daß auch die Symptome und die Häufigkeit von Rezidiven günstig beeinflußt werden (vgl. AMB 1997, 31, 17). Eine sog. Dyspepsie (Oberbauchschmerz und/oder Oberbauchdruck mit Übelkeit) ohne makroskopische Veränderungen der Magen- und Duodenalschleimhaut könnte bei […]
Gut kontrolliert und einschleichend dosiert können Betarezeptoren-Blocker, besonders in Kombination mit ACE-Hemmern, die Sterblichkeit und Morbidität bei herzinsuffizienten Patienten senken (vgl. AMB 1999, 33, 21b und 1996, 30, 49). Noch unklar ist, ob auch stärker herzinsuffiziente Patienten auf diese Weise sicher therapiert werden können. Von 1672 Patienten, die im Rahmen von randomisierten Studien mit dem […]
Die Hemmung der Thrombozytenfunktion ist ein zentraler pharmakologischer Ansatzpunkt in der Behandlung arteriosklerotischer Gefäßerkrankungen. Aktivierte Thrombozyten sind nicht nur an der akuten Bildung von Blutgerinnseln, sondern auch maßgeblich bei der Entzündungsreaktion und bei der Heilung von Gefäßläsionen beteiligt. Somit hat die Hemmung der Thrombozytenfunktion nicht nur eine Bedeutung in der Prophylaxe thrombotischer Gefäßverschlüsse, sondern auch […]
Der Extrakt aus Echinacea ist ursprünglich ein indianisches Mittel, welches später dann bei einer Vielzahl von Erkrankungen als Immunstimulans eingesetzt wurde. Vor Entdeckung der Antibiotika war Echinacea in Nordamerika das populärste pflanzliche Heilmittel zur Behandlung von Infektionserkrankungen. Heute genießt die Substanz nur noch in Europa Popularität, besonders in Deutschland. 1996 wurden hier mehr als 500 […]
Die meisten Patienten mit Refluxkrankheit werden dauerhaft mit Protonen-Pumpen-Inhibitoren oder Histamin-Typ-2-Rezeptor-Blockern behandelt (s.a.AMB 1999, 33, 9). Viele Ärzte empfehlen aber nur eine intermittierende Einnahme dieser Medikamente für einige Wochen und beginnen bei Rezidiven eine neue Behandlungsperiode. Die Effektivität und die Kosten-Nutzen-Wirksamkeit einer solchen pragmatischen Behandlung wurden in einer im Brit. Med. J. 1999, 318, 502 […]
Manche Menschen sind müde, kaum belastbar und neigen zu Depressionen, ohne daß eine erkennbare Ursache vorliegt. Für das CFS wurden 1994 genaue Kriterien festgelegt (1). Folgende Definition ist zur Zeit gültig: Ausgeprägte unerklärte Ermüdbarkeit seit mehr als 6 Monaten mit definierbarem Anfang der Beschwerden, nicht zurückzuführen auf starke Belastung, nicht behebbar durch Ruhe und zu […]
Während die ätiologische Bedeutung von Hypercholesterinämie für die Koronare Herzerkrankung als bewiesen angesehen werden kann, ist die Bedeutung dieses Risikofaktors für die Entstehung von ischämischen Hirninsulten unklar. Weder in epidemiologischen noch in Therapiestudien (Fibrate, Niacin) konnte ein eindeutiger Zusammenhang zwischen hohen Serum-Cholesterinwerten und der lnzidenz von Schlaganfällen nachgewiesen werden. Andererseits konnte durch CSE-Hemmer (Statine) eine […]
Vor mehr als 35 Jahren wurde von D. Sodi-Pallares et al. erstmals die Infusion von Glukose-lnsulin-Kalium (GIK) als Therapie beim akuten Myokardinfarkt beschrieben (1). Die Autoren berichteten damals über günstigere EKG-Verläufe, geringere lnzidenz von Arrhythmien und bessere Prognose unter GIK-Therapie (s.a. AMB 1997, 31, 72a und 96). Nach anfänglicher Verbreitung dieser Behandlungsform ergaben spätere klinische […]
Zur Lösung des Restenoseproblems nach erfolgreicher koronarer Ballondilatation werden mehrere Wege beschritten. Neben Stent-Implantation und der Pharmakotherapie (ADP-Blocker, GIIb/Illa-Blocker) ist die intrakoronare Bestrahlung ein innovatives und möglicherweise erfolgversprechendes Verfahren. Mit der SCRIPPS-Studie (Scripps-Clinic Coronary Radiation to Inhibit Proliferation Post-Stenting) wurden nun die ersten Langzeitergebnisse einer solchen Radiotherapie vorgelegt (Teirstein, P.S., et al.: Circulation 1999, 99, […]
Bisher veröffentlichte Studien, in denen eine Senkung der Letalität des Bluthochdrucks durch antihypertensive Therapie bewiesen wurde, waren mit Reserpin/Beta-Rezeptoren-Blockern/Diuretika durchgeführt worden. Obwohl vieles dafür sprach, daß Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE)-Hemmer wegen ihrer günstigen kardialen Effekte die Hochdruck-Letalität ebenfalls senken würden, gab es hierfür keine positiven Belege. Deshalb ist die Veröffentlichung von L. Hansson et al. für die […]
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