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lnterferon-beta-Therapie der Multiplen Sklerose

In einer früheren Ausgabe des AMB haben wir über die zur Zulassung von Interferon-beta führenden Studien bei Multipler Sklerose vom rezidivierend-remittierenden Typ berichtet (1). Im Lancet erschienen jetzt zwei Arbeiten, in denen über die Therapie mit Interferon beta-1b bzw. Interferon beta-1a berichtet wird. Ziel der ersten, von der Schering AG mitfinanzierten Studie war die Beantwortung […]

Sicherheit und Nebenwirkungen von Azathioprin bei Kindern mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Zahlreiche Studien der letzten Jahre haben gezeigt, daß Patienten mit kompliziertem Verlauf beim M. Crohn oder Colitis ulcerosa (Steroidabhängigkeit, häufige Rezidive usw.) von einer immunsuppressiven Therapie mit Azathioprin bzw. seinem aktiven Metaboliten 6-Mercaptopurin (6-MP) profitieren. So können bei vielen Patienten Steroide eingespart werden. Die Häufigkeit relevanter Nebenwirkungen einer Therapie mit Azathioprin bzw. 6-MP beträgt ca. […]

Kombinationstherapie der chronischen Hepatitis C mit Interferon alfa plus Ribavirin

Weltweit sind ca. 100 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert, von denen 50 bis 70% eine chronische Hepatitis und 15 bis 20% allmählich eine Leberzirrhose entwickeln. Als Standardtherapie für die chronische Hepatitis C ist bisher Interferon alfa etabliert (1). Etwa 40% sprechen zunächst auf diese Therapie an. Es kommt aber bei den meisten danach zu […]

Leserbrief: Muß Metformin vor Operationen abgesetzt werden?

Fragen von Dr. M.G. aus Ostfildern: >> Mit Interesse habe ich den Artikel über die Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 gelesen (AMB 1998, 32, 81). Als Anästhesisten sind auch wir mit der Renaissance des Biguanids Metformin konfrontiert. In den Arzneimittelinformationen (z.B. in der Roten Liste) und in der aktuellen anästhesiologischen Literatur wird ausdrücklich darauf […]

Leserbrief: Nochmals: ,,lnternationale Apotheken“

Apotheker Dr. K.F. aus Hagen schreibt: >> Es ist richtig, daß eine „Internationale Apotheke“ (s. AMB 1998, 32, 96b) keine ausländischen Arzneimittel vorrätig halten darf und Arzneimittel aus dem Ausland von jeder Apotheke besorgt werden können. Trotzdem gibt es für die Zusatzbezeichnung einer „Internationalen Apotheke“ sowohl im Kommentar zur Apothekenbetriebsordnung als auch in vielen Kammerrichtlinien […]

Desmopressin-Gabe bei Organspendern mit Diabetes insipidus hat keinen Einfluß auf die Nierenfunktion beim Empfänger

Bei hirntoten Organspendern sistiert meist die Vasopressin-Sekretion, was zur Polyurie vor der Organentnahme führt. In vielen Zentren wird deshalb Desmopressin, ein V2-Vasopressin-Agonist, verabreicht, um die Harnmenge zu verringern. Es ist jedoch nicht bekannt, ob diese Behandlung einen günstigen Effekt auf die Funktion der transplantierten Niere beim Spender hat. Zur Klärung dieser Frage führten R. Guesde […]

Guillain-Barré-Syndrom nach Grippeschutzimpfung

Das Guillain-Barré-Syndrom ist gekennzeichnet durch symmetrischen Reflexverlust und Lähmungen, die gewöhnlich an den unteren Extremitäten beginnen, aufsteigen und bis zur Atemlähmung führen können. In der Regel kommt es später zu einer kompletten oder fast kompletten Remission. Diesem potentiell bedrohlichen Syndrom liegt häufig eine Immunreaktion zugrunde, z.B. nach einer Infektion mit Viren oder Campylobacter jejuni. Aber […]

Intrakoronare Stents. Welche Prophylaxe gegen Restenosierung und Verschluß?

Die intrakoronare Ballondilatation (PTCA) mit anschließender Stent-Implantation ist sicherlich ein wesentlicher Fortschritt in der interventionellen Kardiologie. Allein in den USA hat sich die Zahl derartiger Eingriffe von fast null im Jahr 1994 auf 500000 (geschätzt) mit Implantation von ca. 800000 Stents im Jahr 1998 gesteigert. In Deutschland ist von einer ähnlich rasanten Steigerung auszugehen. Trotzdem […]

Zur Diagnostik und Therapie der Refluxösophagitis. Konsensus eines Expertengremiums

Ein internationales Expertengremium, an dem auch R. Arnold aus Marburg teilnahm, tagte Ende 1997 an der Yale-Universität New Haven, USA. Im J. Clin. Gastroenterol. (1998, 27, 6) wurde von S.F. Moss et al. über die Ergebnisse berichtet, die als der augenblickliche Stand des Wissens zu Diagnostik und Therapie der Refluxösophagitis angesehen wurden. Die Refluxösophagitis wird […]

Design und Interpretation randomisierter Studien mit zytoprotektiven Substanzen bei intensiver Polychemotheraple

Die Intensivierung der Standard-Chemotherapie (vgl. AMB 1994, 28, 45) sowie der zunehmende Einsatz der Hochdosis-Chemotherapie bei hämatologischen Neoplasien und soliden Tumoren (vgl. AMB 1998, 32, 21a) hat das Interesse verstärkt auf zytoprotektive Substanzen gelenkt; diese sollen die normalen Zellen, aber nicht die Tumorzellen vor zytotoxischen Effekten schützen. Zu diesen Chemoprotektiva werden u.a. hämatopoetische Wachstumsfaktoren, schwefelhaltige […]

Wirkvergleich von intranasalen Kortikosteroiden vs. orale Antihistaminika bei Heuschnupfen

Es ist nicht sicher, ob die Behandlung des Heuschnupfens mit systemischer Gabe von Antihistaminika oder mit lokaler Applikation von topischen Kortikosteroiden wirksamer ist. J.M. Weiner et al. von der Monash-University in Melbourne führten deshalb eine Meta-Analyse zur Beantwortung dieser Frage durch, für die sie 16 qualitativ hochwertige doppeltblinde Vergleichsstudien zwischen topischen intranasalen Kortikoiden und oralen […]

Ambulanter Beginn einer ACE-Hemmer-Therapie bei Patienten mit Herzinsuffizienz hat kaum Nebenwirkungen

Viele klinische Studien haben gezeigt, daß die chronische Gabe von ACE-Hemmern bei Patienten mit Linksherzinsuffizienz die Letalität senkt. Trotzdem erhalten weniger als 50% solcher Patienten, die von Allgemeinärzten behandelt werden, ein Medikament dieser Gruppe. Meist wird die ACE-Hemmer-Therapie im Krankenhaus begonnen, aber auch dann nicht immer ambulant fortgesetzt. Hauptgrund, ACE-Hemmer nicht zu verordnen, scheint die […]

Gastrointestinale Nebenwirkungen nicht-steroidaler Antiphlogistika. Neues zur Prophylaxe und Behandlung

Zusammenfassung: Gastrointestinale Nebenwirkungen nicht-steroidaler Antiphlogistika sind häufig und wichtig. Ein besonderes Risiko hierfür haben ältere Patienten, Patienten mit Ulkusanamnese oder bei gleichzeitiger Kortikosteroid-Medikation. Bei ihnen sollte eine „Magenschutz-Prophylaxe“ durchgeführt werden. Hierfür stehen Protonenpumpenhemmer, Prostaglandin-Analoga und H2-Blocker zur Verfügung. Mit Omeprazol (20 mg/d) lassen sich häufig gastrointestinale Komplikationen verhindern; eine höhere Dosis ist nicht wirksamer. Omeprazol […]

Leserbrief: European Stroke Prevention Study 2 (ESPS-2)

Frau Dr. U.M. aus Ingelheim schreibt: >> In Ihrer kleinen Mitteilung „Neues zur Sekundärprophylaxe des ischämischen Insults“ (AMB 1998, 32, 84) wurde die European Stroke Prevention Study (ESPS-2), durchgeführt mit der Kombination aus retardiertem Dipyridamol 200 mg und ASS 25 mg 2mal tägl., versehentlich als ECASS-II-Studie bezeichnet; dies ist jedoch eine andere Studie mit dem […]

Gewichtsreduktion durch Milch-Diät bei Adipositas

Bekanntermaßen ist der Erfolg einer Diätberatung bei abnahmewilligen Patienten mit Adipositas sehr dürftig. Die Patienten/innen halten sich offenbar besser an Diätvorschriften, wenn sie einen neuen und sensationellen Aspekt enthalten. Unter diesem Gesichtspunkt führten C.D. Summerbell et al. aus England eine Studie durch, bei der drei verschiedene Diät-Regime ohne Anwendung von Pharmaka miteinander verglichen wurden (Brit. […]