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Soll eine orale Antikoagulanzientherapie, die wegen mechanischem Herzklappenersatz oder chronischem Vorhofflimmern durchgeführt wird, vor geplantem größerem chirurgischem Eingriff pausiert und auf Heparine gewechselt werden? 1995 vertraten 73% der US-amerikanischen Hausärzte diese Meinung. Worauf basiert diese Einschätzung? Wie häufig sind Blutungskomplikationen nach zahnchirurgischen Eingriffen bei erhöhter INR überhaupt? Wie hoch ist auf der anderen Seite das […]
Das Syndrom der schmerzhaften, steifen Schulter (nach Ausschluß von Luxationen, Frakturen usw.) wird häufig von Praktischen Ärzten diagnostiziert und behandelt. Gängige Therapiemaßnahmen sind Krankengymnastik oder intraartikuläre Kortikosteroid-Injektionen. Es gibt nur wenige Studien, welche die Wirksamkeit dieser Maßnahmen belegen. Deshalb führten D. van der Windt et al. aus Amsterdam (Forschungsinstitut für Extramurale Medizin an der Freien […]
Schwere, durch Zytostatika (z.B. Fluorouracil plus Kalziumfolinat, lrinotecan) ausgelöste Diarrhöen verzögern die Fortsetzung der Chemotherapie, vermindern die Compliance des Patienten und können zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Dehydratation, Elektrolytstörungen und Niereninsuffizienz führen. Pathophysiologisch liegen der Chemotherapie-induzierten Diarrhö (CID) verschiedene Faktoren zugrunde, die letztlich zu einem Ungleichgewicht zwischen Absorption und Sekretion von Flüssigkeit und Elektrolyten im Dünndarm […]
Apotheker K.M. aus Hannover schreibt: >> Herzlichen Dank für Ihren Sachstandsbericht zu Sildenafil. In Ihrem Artikel verweisen Sie auf den Bezug von Viagra über „internationale Apotheken“. Eine solche Einrichtung gibt es in Deutschland nicht. Weder das Arzneimittelrecht noch das Apothekenrecht kennen derartige Spezialeinrichtungen. Diejenigen, die diesen Namen an ihre Tür schreiben, handeln unter Marketingaspekten und […]
Nach der Meldung von z.T. schweren Hepatitis-ähnlichen Nebenwirkungen mit zwei Todesfällen (Assal, F., et al.: Lancet 1998, 352, 958) hat das Committee for Proprietary Medicinal Products (CPMP) der EMEA das Ruhen der Zulassung für das adjuvante Anti-Parkinsonmittel Tolcapon (s.a.AMB 1998, 32, 53a) beschlossen; die Mitgliedsländer wurden aufgefordert, den Vertriebsstopp ab dem 17. November 1998 anzuordnen. […]
Das angioneurotische Ödem ist eine relativ seltene Nebenwirkung der Therapie mit ACE-Hemmern (s.a. AMB 1992, 26, 95; 1993, 27, 77; 1994, 28, 25). Man hat dieses Phänomen bisher damit erklärt, daß ACE-Hemmer nicht nur die Bildung von Angiotensin II hemmen, sondern auch den Abbau des Vasodilatators Bradykinin, der in der Pathogenese dieses Ödems eine Rolle […]
Wir haben mehrfach Nutzen und Risiken der postmenopausalen Substitution von Östrogenen/Gestagenen besprochen (AMB 1995, 29, 25; 1995, 29, 65; 1995, 29, 78; 1996, 30, 45; 1997, 31, 10). Bisher war man auf Fall-Kontroll-Studien und epidemiologische Langzeitbeobachtungen (z.B. die Nurses Health Study) angewiesen, die zeigten, daß eine postmenopausale Substitution von Östrogenen mit einem niedrigeren Risiko für […]
Mit der australischen LIPID-Studie wurde die bislang größte Untersuchung mit Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmern (CSE-Hemmern) zur Sekundärprophylaxe bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung veröffentlicht (1). Die beiden wichtigsten bislang publizierten Untersuchungen zur Sekundärprophylaxe sind die 4S- (2, 3) und die CARE-Studie (4, 5). Beide konnten eine Reduktion der Gesamtsterblichkeit und der Myokardinfarktrate durch die CSE-Hemmer (Statine) Simvastatin bzw. Pravastatin […]
Zusammenfassung: Die nationale Zulassung von Arzneimitteln hat weitgehend ausgedient. EU-weite Verfahren bestimmen bereits jetzt, ob und unter welchen Bedingungen neue Medikamente auf den Markt kommen. Für Verschreiber von Arzneimitteln ist es wichtig zu wissen, welche Maßstäbe in der Europäischen Union an neue Mittel angelegt werden. Wie transparent sind die Verfahren und wo liegen mögliche Schwächen […]
Die durch Antikörper vermittelte heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II (HIT II) ist eine potentiell lebensbedrohliche Arzneimittelnebenwirkung (1, 2). Empfehlungen zum Vorgehen bei HIT wurden bereits früher veröffentlicht (1-4). Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) liegen jetzt zwei Berichte vor, nach denen bei den Patienten die Verdachtsdiagnose einer HIT im Rahmen einer LDL-Apherese gestellt worden ist […]
Im Lancet (1998, 352, 1327) findet sich ein kurzer Übersichtsartikel von J.C. Stevenson aus London über Prävention und Behandlung der Steroid-induzierten Osteoporose, der die wichtigsten Studien zu diesem Thema zusammenfaßt und versucht, Empfehlungen zu geben, auch in Bereichen, in denen noch keine ausreichenden „Evidence based“-Daten zur Verfügung stehen. Zu unterscheiden ist zwischen primärer Prävention und […]
In den letzten Jahren wurde eine zunehmende Zahl von Patientinnen mit Mammakarzinom und einem hohen Rückfallrisiko innerhalb, aber auch außerhalb kontrollierter Studien mit einer Hochdosis-Chemotherapie und anschließender Reinfusion von autologen Stammzellen behandelt. Ausgehend von In-vitro-Daten, die für Alkylanzien eine eindeutige Dosis-Wirkungs-Beziehung in Mammakarzinom-Zelllinien zeigten, und angesichts positiver Ergebnisse einiger kleiner unkontrollierter Phase-l/II-Studien hoffte man, durch […]
Der Nutzen von Cholesterin-Synthese-Enzym(CSE-)-Hemmern in der Sekundär- und Primärprophylaxe von Atherosklerose-Folgeerkrankungen ist belegt. Entsprechend der epidemischen Ausmaße von Hyperlipidämien in den modernen Wohlstandsgesellschaften ist der potentielle Markt für lipidsenkende Pharmaka sehr groß. Die Auswahl an CSE-Hemmern wächst, aber es ist nicht klar, ob die eine oder andere Substanz wirksamer ist. Jetzt wurde ein Vergleich mehrerer […]
Der Herpes simplex genitalis gehört zu den häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen. Serologische Untersuchungen bei Erwachsenen ergeben eine Prävalenz des Herpes-simplex-Virus-2 (HSV-2) von etwa 22% in den USA, 7 bis 20% in verschiedenen europäischen Ländern und 20 bis 40% in einigen Staaten Afrikas (1). Die meisten Patienten, die bei der Erstinfektion Symptome haben, erleiden rekurrierende Manifestationen […]
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