Jg. 46, S. 65; Ausgabe 09 / 2012
Zusammenfassung: In einer Metaanalyse der Cholesterol Treatment Trialists wurden die Ergebnisse 27 randomisierter Studien zur Wirkung von Statinen neu ausgewertet. In 22 Studien (134.537 Patienten) war Statin gegen Plazebo getestet worden und in fünf Studien (39.612 Patienten) die Wirkung einer höheren Dosierung im Vergleich zur Standard-Dosierung. Untersucht wurde die jährliche Rate kardiovaskulärer Komplikationen sowie die [...]
Jg. 45, S. 1; Ausgabe 01 / 2011
Zusammenfassung: Im Jahre 2009 wurden in Deutschland 36 Arzneimittel neu eingeführt. Sie werden tabellarisch vorgestellt, basierend auf den Daten des Arzneiverordnungs-Reports 2010 sowie früherer Artikel. Dreizehn Arzneimittel hatten eine innovative Struktur mit therapeutischer Relevanz. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit therapeutischem Fortschritt, denn oft fehlt der Nachweis der Überlegenheit über die Standardtherapie. Sechs sind für [...]
Jg. 44, S. 84; Ausgabe 11 / 2010
Der günstige Effekt der Statine in der Sekundärprävention – also bei Patienten mit manifester kardiovaskulärer Erkrankung – ist unumstritten. Nicht so eindeutig ist die Studienlage zu ihrem Einsatz in der Primärprävention, zumal es nur wenige Studien gibt, in denen tatsächlich nur Probanden untersucht wurden, die keine kardiovaskulären Vorerkrankungen hatten. Deshalb führte eine internationale Arbeitsgruppe eine [...]
Jg. 44, S. 86; Ausgabe 11 / 2010
Fast-Food-Restaurants sollten ihren Kunden zum Essen neben Zutaten wie Salz, Ketchup, Mayonnaise und Zucker auch ein Statin zum „Drüberstreuen” anbieten, um die negativen Effekte des Fettgehalts von Hamburgern, Pommes frites und Milchshakes auszugleichen. Dieser Vorschlag britischer Kardiologen vom Imperial College in London wurde in den vergangenen Wochen in der Laienpresse oft und gerne zitiert. Er [...]
Jg. 44, S. 31; Ausgabe 04 / 2010
In einer der umfangreichsten plazebokontrollierten Präventionsstudien mit einem Statin (Rosuvastatin = Crestor®) zeigte sich, dass Patienten etwas häufiger eine Hyperglykämie bzw. einen Diabetes mellitus entwickelten als die Plazebo-Gruppe (1). Diesen Befund nahmen Sattar et al. zum Anlass, in einer Metaanalyse auch andere randomisierte plazebokontrollierte Studien mit verschiedenen Statinen im Hinblick auf neu entdeckten Diabetes mellitus [...]
Jg. 44, S. 30; Ausgabe 04 / 2010
Statine reduzieren die Cholesterinsynthese in der Leber und den Cholesteringehalt der Gallenflüssigkeit. 80-90% der Gallenblasensteine bestehen überwiegend aus Cholesterin, das infolge Übersättigung in der Gallenflüssigkeit auskristallisiert. Experimentelle Studien bei Hunden sprechen für eine verminderte Bildung und für eine Auflösung von Gallensteinen durch Statine. Beim Menschen sind epidemiologische Studien bisher widersprüchlich. Im JAMA erschien kürzlich eine [...]
Jg. 44, S. 16; Ausgabe 02 / 2010
Nochmals: Was tun bei Statin-Unverträglichkeit? Prof. Dr. H.G. aus Innsbruck schreibt folgenden Kommentar (stark gekürzt) zu unserem Statin-Artikel (1): >> Der ARZNEIMITTELBRIEF rät, dass Patienten bei Myalgien unter Statin-Therapie entscheiden sollen, ob sie das Medikament weiter einnehmen. Die angebotenen Alternativen (Absetzen, Versuch mit einem anderen Statin) sollten m.E. ergänzt werden durch Kontrolle und gegebenenfalls Korrektur [...]
Jg. 44, S. 14; Ausgabe 02 / 2010
Ob eine milde oder mäßige Hypercholesterinämie oder Hypertonie unbedingt behandelt werden muss, hängt ab von der Höhe des kardiovaskulären Gesamtrisikos, das z.B mit dem PROCAM-Risiko-Rechner, dem ARRIBA-Score oder dem Framingham-Algorithmus aus Alter, Geschlecht, Blutdruck, Cholesterinkonzentration, Diabetes mellitus, Rauchgewohnheiten, Familienanamnese abgeschätzt werden kann. Je höher das Gesamtrisiko, desto wichtiger sind die einzelnen Risikofaktoren. Darin besteht weitgehend [...]
Jg. 44, S. 5; Ausgabe 01 / 2010
Vor kurzem erschien im N. Engl. J. Med. eine von Abbott gesponserte Originalarbeit, in der gezeigt wurde, dass eine Zusatztherapie („Add-on”) mit Nikotinsäure (Niacin) in Retardform („Extended-release”) bei Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko und bestehender Statintherapie binnen 14 Monaten zu einer signifikanten Abnahme der Intima-Media-Dicke in den Karotiden führt (1). Wird nun die Zusatztherapie mit [...]
Jg. 43, S. 91; Ausgabe 12 / 2009
Zu diesem Thema erschien kürzlich ein ausführlicher und informativer Review-Artikel in den Ann. Intern. Med. (1). Statine haben die Behandlung atherosklerotisch verursachter Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr verbessert und deren Morbidität und Letalität gesenkt. Über die gesicherten Indikationen für Statine, gemessen an der Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit und ohne Hyperlipidämie, bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern, haben wir [...]
Jg. 43, S. 4; Ausgabe 01 / 2009
Rosuvastatin, ein typisches „Me-too-Päparat” zur Cholesterinsenkung, ist in Österreich – im Gegensatz zu Deutschland – zugelassen und wird kräftig beworben (Crestor®, AstraZeneca). Die jüngst im N. Engl. J. Med. publizierte JUPITER-Studie kommt dem Hersteller und Sponsor nun sehr gelegen (1). Scheinbar eindrucksvoll konnte an einer Studienpopulation von 17 802 Probanden mit normalen Cholesterinwerten (Ausgangs-LDL-Cholesterin < [...]
Jg. 41, S. 17; Ausgabe 03 / 2007
Eine lesenswerte Arbeit in der Rubrik „Clinician Update” über die hepatotoxischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) am Beispiel von Antikoagulanzien ist jüngst in der Zeitschrift Circulation erschienen (1). Fast zeitgleich publizierten das N. Engl. J. Med. und die Zeitschrift Hepatology zwei weitere Arbeiten zu diesem wichtigen Thema (2, 3). Sie sind die Grundlage dieser kleinen Übersicht. Hepatotoxische [...]
Jg. 40, S. 90; Ausgabe 12 / 2006
Im Oktober ist der Arzneiverordnungs-Report (AVR) 2006 vorgestellt worden (1). Man kann aus ihm das Verordnungsverhalten der Ärzte bei Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung ersehen. Wie in jedem Jahr wird an Hand der Daten darauf hingewiesen, dass es erhebliche Einsparmöglichkeiten gibt, wenn mehr Generika und weniger Analogpräparate verordnet würden. Die fünf Substanzen mit den größten Einsparmöglichkeiten [...]
Jg. 40, S. 29a; Ausgabe 04 / 2006
Verschiedene retrospektive Studien führten zu der Hypothese, dass die Einnahme von Statinen einen protektiven Effekt nicht nur hinsichtlich arteriosklerotischer kardiovaskulärer Ereignisse, besonders Herzinfarkten, hat, sondern dass sie auch die Entstehung von Kolon-, Mamma-, Lungen- und Prostata-Karzinonem reduzieren (1). Als Schutzmechanismen wurden antiinflammatorische, antiproliferative und antiangiogenetische Effekte von Statinen diskutiert. Auf der anderen Seite könnte die [...]