Jg. 57, S. 5; Ausgabe 01 / 2023
Wir haben mehrfach über die Glucagon-like-peptide-1-Agonisten (GLP1-A, auch Inkretinmimetika) berichtet, speziell auch über ihre bedeutsamen Effekte auf das Körpergewicht (vgl.). Der GLP1-A Semaglutid (SG) wurde auf Basis der Ergebnisse der STEP-Studien im Juni 2021 in den USA und im Januar 2022 auch in der Europäischen Union (EU) unter dem Namen Wegovy® als „Arzneimittel zur Gewichtsregulierung“ [...]
Jg. 56, S. 57; Ausgabe 08 / 2022
Wir haben im März 2021 über neue Entwicklungen in der medikamentösen Behandlung der Adipositas berichtet . Anlass hierfür waren u.a. randomisierte, kontrollierte Studien (RCT) mit den sog. Glucagon-like-peptide-1-Agonisten (GLP-1-A). Diese als Antidiabetika entwickelten Wirkstoffe verbessern nicht nur die Blutzuckerkontrolle und senken die kardiovaskuläre Morbidität, sondern senken auch das Körpergewicht deutlich, auch bei Personen ohne Diabetes [...]
Jg. 56, S. 27; Ausgabe 04 / 2022
Analoga des Glucagon-like-peptide-1 (GLP-1-A, Inkretinmimetika) stimulieren Glukose-abhängig die Insulin-, inhibieren die Glukagon-Inkretion und senken den HbA1c-Wert je nach Wirkstoff, Dosis und Pharmakokinetik um 0,55 bis 1,7%-Punkte . GLP-1-A zählen auch zu den Antidiabetika, für die eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse nachgewiesen ist . Daher werden GLP-1-A inzwischen in den Leitlinien für Typ-2-Diabetiker mit manifesten kardiovaskulären Vorerkrankungen [...]
Jg. 55, S. 27; Ausgabe 03 / 2021
Adipositas bei Kindern führt zu Folgeerkrankungen, besonders kardialen, und zu erhöhter Mortalität im späteren Leben (1). Die Behandlung der juvenilen Adipositas ist eine medizinische Herausforderung. Änderungen des Lebensstils und Pharmakotherapie haben zwar in Studien zu einer Gewichtsabnahme geführt, jedoch waren die Effekte gering (2). Außerdem sind die meisten Wirkstoffe, die zur Gewichtsabnahme eingesetzt werden, u.a. [...]
Jg. 55, S. 21; Ausgabe 03 / 2021
Zusammenfassung: Adipositas wird heute als globale Epidemie angesehen. Sie ist mit einer Vielzahl von Begleiterkrankungen und mit einer signifikant erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. Bei adipösen Menschen führt eine Gewichtsabnahme um 5% bereits zu positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Grundlage des Gewichtsmanagements bei Adipositas ist eine Kombination aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Damit ist ein [...]
Jg. 54, S. 52b; Ausgabe 06 / 2020
Dr. B.M. aus B. schreibt (gekürzt): >> Sie greifen in Ihrem Artikel (1) ein zweifellos praktisch wichtiges Thema auf, das immer wieder in Erinnerung gebracht werden muss. Allerdings sind doch viele der getroffenen Aussagen zu holzschnittartig. So schreiben Sie, dass Adipositas per se das Risiko, eine Depression zu entwickeln, um 55% erhöht. Zum Beleg wird [...]
Jg. 54, S. 17; Ausgabe 03 / 2020
Zusammenfassung: Die Einnahme von Antidepressiva und besonders von Antipsychotika ist mit teilweise erheblichen Gewichtszunahmen und metabolischen Veränderungen assoziiert sowie mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus. Bei der Auswahl der Wirkstoffe sollte daher auch der metabolische Status der Patienten mitberücksichtigt werden. Zu Beginn und während der Therapie sollten regelmäßig der Body-Mass-Index (BMI), [...]
Jg. 50, S. 77; Ausgabe 10 / 2016
Zu diesem Thema haben wir zuletzt im Jahr 2013 eine große Metaanalyse ausführlich referiert (1, 4). Es ist vielfach belegt, dass eine ausgeprägte Adipositas statistisch mit einer verkürzten Lebensdauer assoziiert ist. In einer aktuellen Metaanalyse (2) wurde jetzt unter Federführung von J. Danesh aus Cambridge, UK, der Body-Mass-Index (BMI) von Populationen aus Asien, Australien, Neuseeland, [...]
Jg. 50, S. 40DB01; Ausgabe 05 / 2016
C. Crump et al. aus Malmö/Schweden und von der Stanford-Universität/Kalifornien berichten in JAMA über die Beziehung zwischen Standard-Untersuchungsbefunden bei ca. 1,5 Millionen schwedischen Wehrpflichtigen aus den Jahren 1969 bis 1994 im Alter von 18 Jahren und der Inzidenz von arterieller Hypertonie im Erwachsenenalter (1). Die Informationen über Hypertonie (erfasst bis Ende 2012) wurden dem schwedischen [...]
Jg. 48, S. 69; Ausgabe 09 / 2014
In der Zeitschrift Stroke wurden kürzlich Empfehlungen zur Prophylaxe von Schlaganfällen (SA) bei Frauen als Leitlinie veröffentlicht (1). Die Erst- und eine Koautorin haben diese sehr umfangreiche Dokumentation nochmals in einer Synopsis zusammengefasst (2), die wir hier referieren. Hintergrund dieser Gender-spezifischen Empfehlungen ist die Tatsache, dass Frauen häufiger (wenn auch im Mittel in etwas höherem [...]
Jg. 47, S. 61; Ausgabe 08 / 2013
Verbesserungen des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens gehören beim Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) zur Basistherapie. In den USA wurde im Herbst 2012 eine eigentlich auf ca. 13 Jahre angelegte Interventionsstudie nach im Mittel 9,6 Jahren Laufzeit beendet, in die übergewichtige DM2-Patienten eingeschlossen worden waren (1). An dieser Look-AHEAD-Studie waren 16 Zentren beteiligt. Die 5145 Patienten zwischen [...]
Jg. 47, S. 12; Ausgabe 02 / 2013
Bei der Beurteilung des Körpergewichts im Hinblick auf Gesundheitsrisiken ist es sinnvoll, das Gewicht auf die Körperlänge zu beziehen. Das geschieht in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und in der klinischen Praxis auf Empfehlungen der WHO durch Berechnung des Body-Mass-Index (BMI), definiert als Gewicht (in Kilogramm) geteilt durch die Körperlänge (in Metern) zum Quadrat. Aufgrund älterer Berechnungen von [...]
Jg. 46, S. 92; Ausgabe 12 / 2012
Im N. Engl. J. Med. nimmt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA zur kürzlich erfolgten Zulassung zweier Appetitzügler Stellung (1). Die Stellungnahme mutet wie eine Apologie an, da die klinischen Erfahrungen mit beiden Präparaten noch sehr begrenzt sind, Langzeitergebnisse komplett fehlen und auch die Sicherheitsdaten noch unzureichend sind. Die rasche Zulassung wird mit der Dringlichkeit begründet, eine [...]
Jg. 45, S. 64a; Ausgabe 08 / 2011
Langes tägliches Sitzen, ob im Auto, im Büro oder vor dem Fernseher, ist oft mit auch generell reduzierter körperlicher Aktivität assoziiert. Physische Inaktivität, bestimmte Ernährungsgewohnheiten und Rauchen sind unabhängige Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ 2 (DM) und kardiovaskuläre Erkrankungen. In Europa verbringen die Menschen angeblich ca. 40%, in Australien ca. 50% ihrer Freizeit vor dem [...]
Jg. 45, S. 55a; Ausgabe 07 / 2011
Über das Lifestyle-Präparat Orlistat (rezeptpflichtig: Xenical® 120 mg; rezeptfrei: Alli® 60 mg; GlaxoSmithKline) haben wir wiederholt berichtet (1, 2). Zur Erinnerung: Es handelt sich um einen Hemmer der pankreatischen Lipase im Darm, der durch Verminderung der Fettresorption eine Gewichtsabnahme bei leicht hypokalorischer Diät verstärken soll. Als wesentliche UAW sind Fettstühle und Malabsorption fettlöslicher Vitamine (A, [...]