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Einfluß der Patientenerwartung, ein Rezept zu erhalten, auf die Verschreibungspraxis

Jeder weiß, wie schwer es in der Praxis ist, einem Patienten, der auf eine Medikamentenverschreibung hofft, diese zu verweigern, wenn sie nicht indiziert scheint. Die Verschreibung eines Medikaments geht wesentlich schneller als ein mitunter mühsames Gespräch, in dem der Patient von der Harmlosigkeit und Selbst-Limitiertheit seiner Beschwerden überzeugt werden muß. Andererseits führt die häufige Erfüllung […]

Pathogenetische Bedeutung von Östradiol und Progesteron beim Prämenstruellen Syndrom

Viele Frauen leiden in unterschiedlichem Maße einige Tage vor der Menstruation unter Stimmungsschwankungen und unter somatischen Symptomen wie Brustschmerz, Blähbauch, extrem gesteigertem Appetit usw. Dieser Symptomenkomplex wird „Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) genannt (s.a. AMB 1993, 27, 7 u. 72). Die Ursache ist unklar. Der im Blut gemessene zyklische Verlauf der Konzentrationen von Gonadotropinen, Östradiol und Progesteron […]

Symposium über „Evidence-based medicine“

Was bedeutet Evidence-based medicine? Wie können die Regeln der wissenschaftlich begründeten Medizin in die Praxis umgesetzt werden? Diesen Fragen widmet sich ein Symposium (Evidence-based medicine, Forum für Klinik und Forschung) der Ärztekammer Berlin am 13./14. März 1998, das vom ARZNEIMITTELBRIEF unterstützt wird. Tagungsort: Kaiserin-Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7,10115 Berlin. Anmeldung und weitere Auskunft: mibeg Consulting GmbH, Kaiser-Wilhelm-Ring […]

Leserbrief: Psychotrope Wirkungen von Loperamid?

Frage von Dr. M.L. aus H.: >> Ist eine psychotrope (zentrale) Wirkung bzw. Nebenwirkung von Loperamid bekannt? Ist eine Suchtpotenz anzunehmen? > Ein alkoholkranker Patient entwickelte massive Durchfälle während der zwei Jahre, in denen er „trocken“ war. Während dieser Zeit brauchte er zur „Behandlung“ der Durchfälle 5 bis 15 Kapseln Loperamid, die ihm verschrieben wurden, […]

Leserbrief: Selen-Therapie bei onkologischen Erkrankungen?

Frage von Dres. J.B. und C.J. aus Bad Elster: >> Wir bitten um eine Stellungnahme zur SeIen-Therapie bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen (Stabilisierung des Immunsystems, Verminderung von Leuko-/Thrombopenie, Reduzierung des Lymphödems). > Die Einnahme hoher Dosen von Vitaminen (z.B. Vitamin A, C oder E) bzw. Mineralstoffen (z.B. Selen) durch Patienten mit Tumorerkrankungen beruht in der […]

Unerfreuliches vom Arzneimittelmarkt: Ethyol und Ethik in der Onkologie

Unsere Leser werden sich zu Recht fragen, welcher Zusammenhang zwischen dem Präparat Ethyol (Wirkstoff: Amifostin) und Ethik in der Onkologie besteht. Diese Frage stellten sich kürzlich auch die Teilnehmer der Jahrestagung der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Linz, die auf der Rückseite des offiziellen Tagungsprogramms mit dem Werbemotto der Firma Aesca […]

All-Trans-Retinoinsäure (ATRA) in der Induktions- und Erhaltungstherapie der akuten Promyelozytenleukämie (APL)

Bei der APL, die etwa 5 bis 10% der akuten myeloischen Leukämien (AML) ausmacht, findet sich in nahezu 100% der Fälle eine reziproke Translokation zwischen den Chromosomen 15 und 17. Als Folge dieser strukturellen chromosomalen Veränderung kommt es zur Fusion von 2 Genen, die auf Chromosom 15 („promyelocytic leukemia“, PML) bzw. auf Chromosom 17 (Retinoinsäure-a-Rezeptor, […]

Vergleich von Sklerosierungstherapie und Fibrinkleber beim blutenden peptischen Ulkus

Obere gastrointestinale Blutungen werden in 50 bis 60% durch Magen- bzw. Duodenal-Ulzera verursacht. Die häufigsten Befunde sind: spritzende Blutung, Sickerblutung oder sichtbares Gefäß ohne aktuelle Blutung. Die endoskopische Therapie besteht meist in der Injektion von Adrenalin und anschließender einmaliger Sklerosierung mit Polidocanol. Die letztere Therapie kann wegen der Gefahr von Nekrosen jedoch nur selten wiederholt […]

Der „International Stroke Trial“: Leichter Überlebensvorteil durch Azetylsalizylsäure, aber nicht durch Heparin beim akuten ischämischen Insult

Azetylsalizylsäure (ASS) hat sich in der Rezidivprophylaxe ischämischer Insulte bewährt. Über den Effekt von ASS und/oder niedriger (LD) bis mittlerer Dosen (MD) von Heparin beim akuten ischämischen Insult gibt es keine gesicherten Daten. Diese Lücke sollte durch den International Stroke Trial geschlossen werden, dessen Ergebnisse kürzlich von der IST Collaborative Group im Lancet (1997, 349, […]

Therapie des M. Crohn durch eine einmalige Gabe von neutralisierenden Antikörpern gegen Tumor-Nekrose-Faktor alpha

Der Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-a) ist ein proinflammatorisches Zytokin. Er wird bei der akuten Entzündung in der intestinalen Mukosa von Patienten mit M. Crohn in großen Mengen von aktivierten Monozyten/Makrophagen und T-Zellen produziert. In tierexperimentellen Studien wurde gefunden, daß neutralisierende Antikörper gegen TNF-a vor einer intestinalen Entzündung schützen bzw. die Ausheilung fördern. In einer offenen Pilotstudie […]

Klinischer Einsatz rekombinanter hämatopoetischer Wachstumsfaktoren: Granulozyten-Kolonien-stimulierender Faktor (G-CSF) und Granulozyten-Makrophagen-stimulierender Faktor (GM-CSF)

Zusammenfassung: Der klinische Nutzen von G-CSF (Neupogen, Granocyte) und GM-CSF (Leucomax) bedarf einer kritischen Prüfung. Gesichert ist die Verkürzung der Neutropeniedauer nach intensiver Chemotherapie (um ca. 30%) und damit eine mögliche Einsparung von Antibiotika. Ebenfalls gesichert ist der Einsatz von G-CSF oder GM-CSF zur Stimulation der Hämatopoese mit dem Ziel, bei der Leukapherese mehr hämatopoetische […]

Arzneiverordnungs-Report 97 jetzt mit Schwärzungen erschienen

Mit dem Arzneiverordungs-Report 97 (Hrsg.: U. Schwabe, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1997. 766 S., 58 DM) erscheint erstmals ein Fachbuch mit geschwärzten, d.h. unleserlich gemachten Passagen, als „Verfügungsbeklagte Ausgabe ohne Aufstellung umstrittener Arzneimittel“. Die Schwärzungen mußten vorgenommen werden, weil mehrere Arzneimittelhersteller (s. AMB 1997, 31, 80a) am 12. September 1997 beim Landgericht Düsseldorf im Namen […]

Kaffeetrinken fördert, Alkoholkonsum schützt vor Helicobacter-pylori-lnfektion

Die Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylon (HP) ist ein wichtiger Kausalfaktor der chronischen Gastritis sowie Duodenal- und Magenulzera. In epidemiologischen Studien kann der Befall der Magenschleimhaut mit HP entweder durch serologische Messung des Anti-HP-lgG-Titers oder mit Hilfe der Kohlenstoff-13-Exhalations-methode erfaßt werden. Bei letzterer Methode nimmt der Patient 13C-Harnstoff oral zu sich. Der Harnstoff wird […]

Leserbrief: Nochmals: Sulfonylharnstoffe in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2

Auf den Offenen Brief von Prof. Dr. Dr. h.c. Berger, Düsseldorf (s.AMB 1997, 31, 72b) hat jetzt das BfArM folgendermaßen geantwortet (gekürzt): Die Hypothese über ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit im Zusammenhang mit einer Sulfonylharnstoffbehandlung von Patienten mit NIDDM geht wesentlich auf die bereits Anfang der 70er Jahre veröffentlichte University Group […]

Insulin-like growth factor 1 (IGF-l) als mögliche Zusatztherapie beim Typ-1-Diabetes

Ein Problem beim Typ-1-Diabetes, auch bei intensivierter oder Pumpentherapie, ist die Tatsache, daß das Insulin peripher und nicht wie physiologisch in den Portalkreislauf injiziert wird. Dadurch besteht weiterhin intrahepatisch ein Insulinmangel. Hierdurch wird das in der Leber synthetisierte IGF-l vermindert produziert. Der IGF-I-Mangel führt zu einer Enthemmung der Wachstumshormonsekretion, und letzteres trägt zur Insulinresistenz bei. […]