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Erfolgreiche Prävention wiederholter Aborte mit Azetylsalizylsäure und Heparin bei Frauen mit Antiphospholipid-Antikörpern

Bei 7 bis 25% der Frauen, die mehrere ungewollte Aborte erleiden, finden sich im Plasma sog. Antiphospholipid-Antikörper (AP-AK), d.h. Antikörper, die gegen negativ geladene Phospholipide der Zellmembran gerichtet sind. Bei einem Teil der Frauen sind diese Antikörper mit einem Lupus erythematodes visceralis (LE) assoziiert. In diesem Fall wird der Antikörper auch Lupus-Anticoagulans genannt. Menschen mit […]

Topisches Glyceroltrinitrat (Nitrosalbe) bei Analfissuren

Analfissuren sind ein häufiges und sehr lästiges Problem. Es handelt sich um längliche Ulzerationen im Analkanal, die den M. sphincter internus freilegen. Besonders bei der Defäkation kann es zu äußerst schmerzhaften Sphinkterkrämpfen und rektalen Blutungen kommen. Die Ätiologie der Analfissuren ist nicht endgültig geklärt. Eine gängige Erklärung ist, daß durch primäre oder sekundäre Gefäßveränderungen im […]

Langzeitergebnisse mit 2-Chlordesoxyadenosin (2-CdA) in der Behandlung der Haarzellenleukämie (HZL)

Die HZL ist eine seltene, chronisch verlaufende lymphoproliferative Erkrankung der B-Lymphozyten, bei der eine Panzytopenie und Splenomegahe klinisch im Vordergrund stehen. Während in früheren Jahren zunächst die Splenektomie und später die Behandlung mit alpha-Interferon (á-lFN) als Therapie der Wahl galten, haben die sehr guten Ansprechraten nach einmaliger 7tägiger Dauerinfusion des Purinanalogons 2-CdA – komplette Remission […]

Optimale Antikoagulanzientherapie bei Patienten mit Vorhofflimmern

Das Risiko ischämischer Hirninfarkte und arterieller Embolien kann durch eine Behandlung mit Antikoagulanzien wirksam gesenkt werden. Nach den Ergebnissen der EAFT (European Atrial Fibrillation Trial)-Gruppe wurden zuletzt für Patienten ohne rheumatische Herzklappenfehler INR-Werte zwischen 2,0 und 3,9 (Zielwert 3,0) als optimale Antikoagulation angesehen (s. AMB 1995, 29, 62). Unklar blieb, ob in der täglichen Praxis […]

Die DIG-Studie: Keine Lebensverlängerung durch Digoxin bei Herzinsuffizienz und Sinusrhythmus

Seit der Erstbeschreibung durch William Withering im Jahre 1785 wird Digitalis zur Behandlung der Herzinsuffizienz eingesetzt. Während die Wirksamkeit bei gleichzeitigem Vorhofflimmern zur Frequenzkontrolle wenig umstritten ist, wurde der Nutzen von Digitalis zur Behandlung der Pumpschwäche bei Sinusrhythmus immer in Frage gestellt (s.a. AMB 1994, 28, 10). So spielte Digitalis in den USA nie die […]

L-Thyroxin oder Jodid zur Strumatherapie?

Zusammenfassung: Die Gabe von Thyroxin ist ein seit Jahren bewährtes Behandlungsprinzip der euthyreoten Struma. Viele Studien haben jedoch gezeigt, daß eine Abnahme des Schilddrüsenvolumens auch mit Jodid oder einer Kombination aus Thyroxin und Jodid erreicht werden kann. Jodid scheint bei endemischer Jodmangelstruma die logischere therapeutische Option zu sein. Obwohl sich der Behandlungserfolg mit Thyroxin, Jodid […]

Leserbrief: Vitamin D 3 oder Vitamin-D 3 Derivate zur Behandlung der Osteoporose?

Frage von Dr. B.S. aus Hildesheim: >> Sind Alfacalcidol und Colecalciferol zur Behandlung der Osteoporose gleichermaßen gut einsetzbar, oder ist einer von beiden Wirkstoffen vorzuziehen? > Einer der wichtigsten allgemein akzeptierten Grundsätze in der Behandlung der Osteoporose ist die ausreichende Zufuhr von Kalzium mit der Nahrung (oft Substitution erforderlich), auch wenn diese allein – wie […]

Ist das Lesen medizinischer Fachzeitschriften „wirksam“?

Die Kenntnis der Ergebnisse wichtiger, aktueller klinischer Studien im jeweiligen Fachgebiet ist sicher eine Grundlage für gute Patientenversorgung. Eine interessante Untersuchung von C.F. Kellett et al. (Lancet 1996, 348, 479) ging der Frage nach, was von der Lektüre medizinischer Fachzeitschriften im Gedächtnis haften bleibt. Für die Befragung wurden während Fortbildungsveranstaltungen auf freiwilliger Basis 140 Ärzte […]

Glitazone – eine neues Behandlungsprinzip des Typ-2-Diabetes

Nicht-diabetische Personen mit erheblicher Adipositas haben oft eine Hyperinsulinämie, die durch Adipositas-induzierte Insulinresistenz bedingt ist. Im Frühstadium des Typ-2-Diabetes mellitus mit Adipositas (Typ 2b) ist die InsuIinresistenz ausgeprägter, und es besteht häufig eine zusätzliche Insulinsekretionsstörung. Trotzdem ist das Plasmainsulin oft erhöht. Sulfonylharnstoffe stimulieren die Insulinsekretion, während Metformin die Insulinresistenz etwas bessert. Über eine neue Medikamentengruppe, […]

Guillain-Barré-Syndrom: Vergleich der Wirkung von Plasmaaustausch und intravenöser Immunglobulingabe

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine lebensbedrohende akute, demyelinisierende Polyneuropathie mit wahrscheinlicher Autoimmunpathogenese. In verschiedenen früheren Studien wurde die Wirksamkeit einer Behandlung mit Plasmaaustausch bzw. mit hochdosierter intravenöser Immunglobulingabe bewiesen. In einer jetzt im Lancet (1997, 349, 225) von R.A.C. Hughes et al. im Namen der Guillain-Barré-Syndrom-Studiengruppe publizierten Untersuchung wurden diese beiden Therapiearten miteinander verglichen. In die […]

Wirksamkeit von Pamidronat in der Reduktion ossärer Komplikationen bei Patientinnen mit Mammakarzinom und osteolytischen Knochenmetastasen

Bisphosphonate besitzen eine hohe Affinität zu Hydroxyapatitkristallen im Knochen und hemmen wirksam die bei Tumorerkrankungen u.a. durch verschiedene Zytokine ausgelöste Aktivierung von Osteoklasten und daraus resultierende Knochenresorption. Wir haben kürzlich auf die Wirksamkeit von monatlichen Pamidronat-Infusionen hinsichtlich der Reduktion ossärer Komplikationen, Verringerung von Knochenschmerzen und Besserung der Lebensqualität bei Patienten mit Plasmozytom im Stadium III […]

Umfrage der ASCO zur Verordnung hämatopoetischer Kolonien-stimulierender Faktoren (CSF) durch amerikanische Onkologen und Hämatologen

Die Verordnung der hämatopoetischen CSF (G- bzw. GM-CSF) hat in den wenigen Jahren seit Zulassung dieser Substanzen rasch zugenommen. In verschiedenen amerikanischen Krankenhausapotheken werden bereits bis zu 10% des Jahresbudgets für CSF ausgegeben, und auch in deutschen Universitätskliniken bzw. hämatologisch-onkologischen Zentren gehört G-CSF (Neupogen) inzwischen zu den 10 teuersten Medikamenten. Obwohl klinische Studien zeigen konnten, […]

Dauer der Antikoagulanzientherapie nach dem ersten Rezidiv einer Thrombose oder Embolie

Wie lange sollten Antikoagulanzien nach tiefer Beinvenenthrombose oder nach Lungenarterienembohe gegeben werden? Dazu hatte eine Multizenterstudie aus Schweden Stellung genommen: Nach Erstthrombosen mit temporärem Thromboserisiko mindestens sechs Wochen, bei permanenten oder idiopathisch prädisponierenden Faktoren mindestens sechs Monate (1, 2). Untersuchungen über die optimale Dauer der Antikoagulanzientherapie nach dem ersten Rezidiv wurden von der schwedischen Arbeitsgruppe […]

Sekundäre Prophylaxe nach akutem Myokardinfarkt

Nach einem Myokardinfarkt oder anderen Erkrankungen, die als Komplikationen der Arteriosklerose anzusehen sind, geht es darum, die betroffenen Patienten davon zu überzeugen, daß sie nicht rauchen dürfen, daß ihre Blutfette gesenkt werden müssen, daß sie ein körperlich aktives Leben führen sollen, daß der Blutdruck normale Werte haben soll und daß sie auf die Einnahme von […]

Neue Therapiestrategien bei HIV-Infektion und AIDS

Neue Erkenntnisse zur Pathogenese der HIV-Infektion bzw. zur Replikationsdynamik des HIV im menschlichen Immunsystem haben ebenso wie die Verfahren zur quantitativen Bestimmung von HIV-RNA im Plasma und der Gewebekultur („Viral load“) im Laufe der letzten zwei Jahre die Therapiestrategien bei HIV-Infektion und AIDS grundlegend beeinflußt. Parallel hierzu erweist sich die Entwicklung neuer Substanzen und deren […]