Jg. 54, S. 58; Ausgabe 07 / 2020
Der Alkoholentzug lässt sich in 3 Phasen unterteilen: Die körperliche Entgiftung, die Postakut- und die chronische Phase (1). Ziel der Akutphase ist es, Komplikationen durch das Alkoholentzugssyndrom (AES) zu vermeiden. Bis zu 35% der alkoholabhängigen Patienten entwickeln innerhalb von 6-24 h nach Weglassen des Alkohols ein AES. Die Symptome reichen von Unwohlsein und psychomotorischer Unruhe [...]
Jg. 54, S. 11; Ausgabe 02 / 2020
Beobachtungsstudien haben gezeigt, dass Alkoholkonsum dosisabhängig die Häufigkeit von Vorhofflimmern (Vofli) steigert und häufiger mit Rezidiven von Vofli nach erfolgreicher Ablation, aber auch mit strukturellen Veränderungen des linken Vorhofs (Vergrößerung, Fibrosierung) assoziiert ist (1). Ein starker Alkoholkonsum ist außerdem assoziiert mit Erkrankungen, die selbst Vofli begünstigen, wie obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, arterielle Hypertonie und Linksherzinsuffizienz. Schon bei [...]
Jg. 53, S. 17; Ausgabe 03 / 2019
Zusammenfassung: Ein Update der US-amerikanischen Leitlinien zur Behandlung von Vorhofflimmern empfiehlt nun, wie die europäischen Leitlinien auch, an erster Stelle die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) vor den Vitamin-K-Antagonisten, außer bei Patienten mit moderater bis schwerer Mitralstenose, mechanischen Herzklappen und terminaler Niereninsuffizienz. Weibliches Geschlecht wird beim CHA2DS2-VASc-Score von einem eigenständigen Risikofaktor zu einem Risk-Modifier herabgestuft. Frauen [...]
Jg. 44, S. 80a; Ausgabe 10 / 2010
Baclofen zur Behandlung der Alkoholsucht? Fragen von Dr. M. B. aus Radevormwald und Dr. J. W. aus Delmenhorst: >> Wie ist die Wirksamkeit von Baclofen (Lioresal®, Generika) zur Behandlung der Alkoholsucht einzuschätzen? > Baclofen ist eine seit Jahrzehnten zur Therapie muskulärer Spastik eingesetzte Substanz mit geringer Toxizität. Als GABA-(B)-Rezeptor-Agonist kann Baclofen auch Emotionalität und Angst [...]
Jg. 44, S. 55; Ausgabe 07 / 2010
Potenziell können viele Arzneimittel über eine Induktion bzw. Inhibition CYP450-abhängiger Enzyme die Wirkung einer oralen Antikoagulation (OAK) mit Vitamin-K-Antagonisten beeinflussen. Informationen über klinisch relevante Interaktionen sind aber meist Einzelfall-Berichte von unterschiedlicher Qualität. Systematische Untersuchungen gibt es nur sehr wenige. Eine aktuell in den Arch. Intern. Med. publizierte Untersuchung liefert nun erstmals Hinweise auf eine klinisch [...]
Jg. 44, S. 54; Ausgabe 07 / 2010
Der Epidemiologische Suchtsurvey 2006 fand für Deutschland, dass etwas 10% der Bevölkerung Alkohol in einer Menge konsumieren, die als riskant oder gefährlich angesehen wird (> 30 g/d für Männer, > 20 g/d für Frauen; 1). Fast die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen trinkt innerhalb von 30 Tagen mindestens einmal fünf oder mehr Gläser Alkohol an [...]
Jg. 37, S. 96; Ausgabe 12 / 2003
Frage von Dr. A.F. aus Berlin: >> Im Laufe der letzten Jahre wurden Dosieraerosole auf FCKW-freie Treibmittel umgestellt. Durch diese Umstellung enthalten viele Dosieraerosole jetzt Ethanol als weiteren Bestandteil, ohne daß bisher irgendein Hersteller darauf hingewiesen hat. Sollte auf eine Anwendung dieser Sprays bei Patienten mit einer Alkoholkrankheit verzichtet werden? Im Folgenden sind einige Dosier-Aerosole [...]
Jg. 37, S. 51; Ausgabe 07 / 2003
Kürzlich ist der 7. Report des US Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure (JNC 7) erschienen (1). Über den Vorgänger-Report (JNC VI) haben wir 1997 ausführlich berichtet (2). In der Zwischenzeit sind mehrere wichtige klinische Studien zur Behandlung der Hypertonie und zu Erkrankungen, die sie häufig begleiten (Herzinsuffizienz, [...]
Jg. 32, S. 6b; Ausgabe 01 / 1998
Die Infektion der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylon (HP) ist ein wichtiger Kausalfaktor der chronischen Gastritis sowie Duodenal- und Magenulzera. In epidemiologischen Studien kann der Befall der Magenschleimhaut mit HP entweder durch serologische Messung des Anti-HP-lgG-Titers oder mit Hilfe der Kohlenstoff-13-Exhalations-methode erfaßt werden. Bei letzterer Methode nimmt der Patient 13C-Harnstoff oral zu sich. Der Harnstoff wird [...]