Schlagwort: Hydrochlorothiazid

Leserbrief: Antihypertensive Wirksamkeit der verschiedenen Diuretika [CME]

Frage von Dr. S. aus W.: >> Gibt es Unterschiede in der antihypertensiven Wirkung bei den verschiedenen Diuretika (Schleifendiuretika, Thiazide, Chlortalidon)? << Antwort: >> Diuretika zählen zu den Antihypertensiva der ersten Wahl bei der Behandlung der primären arteriellen Hypertonie bei Erwachsenen. Die Wahl des ersten Medikaments richtet sich in erster Linie nach den Komorbiditäten und dem „Phänotyp“ der […]

Thiazid-Diuretika bei arterieller Hypertonie: niedrig dosieren!

Thiazid-Diuretika und ihre Analoga sind nach den Hypertonie-Leitlinien Erstlinien-Therapeutika bei arterieller Hypertonie (IA-Empfehlung; 1). Sie gehören als Einzelwirkstoffe und als Kombinationspartner zu den am häufigsten verordneten Wirkstoffen überhaupt (2). Leitsubstanz ist Hydrochlorothiazid (HCT), das bereits 1958 zugelassen wurde (3). Auf HCT entfallen etwa 75% aller Thiazid-Verordnungen als Einzelwirkstoff und > 95% als Kombinationspartner (Präparate mit […]

Leserbrief: Molare Konzentration von Hydrochlorothiazid als Messwert für vermutete Karzinogenität?

Frage von Dr. S. aus M.: >> Wie verhält sich Chlortalidon gegenüber Bendroflumethiazid und Hydrochlorothiazid (HCT) bezüglich ihrer molaren Konzentration und Phototoxizität wie bei Pottegard et al. (1) diskutiert? Hat es am Wirkort eine höhere oder niedrigere molare Konzentration als HCT? Und hieraus resultierend: Kann man mithilfe der molaren Konzentration von Chlortalidon Ihrer Meinung nach […]

Erhöhtes Krebsrisiko durch ACE-Hemmer und Thiazid-Diuretika?

Zwei Fall-Kontroll-Studien weisen auf ein erhöhtes Krebsrisiko unter Langzeittherapie mit ACE-Hemmern (ACEH) sowie dem Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) hin. Im British Medical Journal berichtet eine Gruppe aus Montreal über eine Assoziation von Lungenkrebs und Therapie mit ACEH (1). Die Informationen kommen aus einer Datenbank, die aus britischen Hausarztpraxen gespeist wird (UK Clinical Practice Research Datalink). Analysiert […]

Behandlung der Hypertonie in Schwangerschaft und Stillzeit

Ein erhöhter Blutdruck (RR) in der Schwangerschaft (> 140/90 mm Hg) wird bezeichnet als Präexistierende Hypertonie, wenn der RR schon vor der Schwangerschaft (SS) erhöht war, als Schwangerschafts-Hypertonie, wenn erhöhte Werte erst nach der 20. SS-Woche (SSW) gemessen werden und als Präeklampsie, wenn die nach der 20. SSW auftretende Hypertonie mit einer klinisch relevanten Proteinurie […]

Arzneimittelinduzierte Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns

Zusammenfassung: Wegen der Komplexität der gustatorischen und olfaktorischen Systeme können Arzneimittel über sehr unterschiedliche Mechanismen Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns auslösen. Riechstörungen sind dabei viel seltener als Geschmacksstörungen. Immer gilt es zu klären, ob ein Arzneimittel oder die zugrundeliegende Krankheit die Ursache ist. Die Betroffenen sind durch solche Störungen oft erheblich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt […]

Verhinderung kardiovaskulärer Komplikationen bei Hypertonikern: Benazepril plus Amlodipin wirksamer als Benazepril plus Hydrochlorothiazid? Die ACCOMPLISH-Studie

In den letzten Jahren drängen immer mehr Festkombinationen von Kalziumantagonisten plus ACE-Hemmern (sieben in der Roten Liste 2008) und mit Angiotensin-II-Rezeptor-Blockern (Exforge®, Sevikar®, Vocado®) auf den Markt. Keine dieser Kombinationen hat sich bisher in Langzeitstudien hinsichtlich Verhinderung kardiovaskulärer Komplikationen und Todesfälle den bisher am häufigsten verwendeten Kombinationen von ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker plus Thiazid-Diuretikum als überlegen […]

Noch mehr Daten zur Behandlung der Hypertonie: Die INVEST-Studie

Das Senken eines erhöhten Blutdrucks kann die Entwicklung der Atherosklerose bremsen und die Zahl der Komplikationen (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall) vermindern. Dies wurde zunächst für die Diuretika-Therapie nachgewiesen (1), später auch für die Behandlung mit Beta-Blockern (z.B. 2). Wenige Jahre später wurden ACE-Hemmer und AT-II-Rezeptor-Blocker erfolgreich eingeführt (z.B. 5-7), und es entbrannte ein Streit über den […]

Medikamenten-induzierte Thrombozytopenie

Ein kürzlich erschienener Übersichtsartikel beschäftigt sich mit neuen Ergebnissen zur Pathogenese der Medikamenten-induzierten Thrombozytopenie (1). Darüber hinaus werden ausgehend von einer 1998 publizierten kritischen Auswertung von 561 englischsprachigen Artikeln über insgesamt 774 Patienten mit Medikamenten-induzierter Thrombozytopenie die häufigsten Medikamente gelistet, für die nach Kausalitätsanalyse anhand standardisierter Kriterien ein sicherer oder wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen Auftreten der […]

Optimierung der Monotherapie bei essentieller Hypertonie

Die Wahl des ersten Antihypertensivums bei neu entdeckter arterieller Hypertonie ist bisher variabel. Zwar gibt es Hinweise darauf, daß bei jüngeren Menschen ACE-Hemmer und Betarezeptoren-Blocker etwas besser wirken als bei älteren Menschen und daß bei älteren Patienten Diuretika besser wirken als bei jungen, jedoch wird dies in der Praxis wenig beachtet. Um so wichtiger sind […]

Kein Unterschied in der Letalität von Hypertonikern, die mit ACE-Hemmern oder Beta-Blockern/Diuretika behandelt wurden

Bisher veröffentlichte Studien, in denen eine Senkung der Letalität des Bluthochdrucks durch antihypertensive Therapie bewiesen wurde, waren mit Reserpin/Beta-Rezeptoren-Blockern/Diuretika durchgeführt worden. Obwohl vieles dafür sprach, daß Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE)-Hemmer wegen ihrer günstigen kardialen Effekte die Hochdruck-Letalität ebenfalls senken würden, gab es hierfür keine positiven Belege. Deshalb ist die Veröffentlichung von L. Hansson et al. für die […]

Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln

Über den Einfluß der Nahrungsaufnahme auf Arzneimittelwirkungen herrscht noch viel Unklarheit. Von vielen Arzneistoffen fehlen oder finden sich widersprüchliche Angaben in der Literatur. Die Wirkung von Arzneimitteln kann durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt oder abgeschwächt werden bzw. unbeeinflußt bleiben. Art und Umfang des Nahrungseinflusses auf die Bioverfügbarkeit, d.h. auf die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der […]

Antihypertensive Therapie: Rückbildung der Linksherzhypertrophie

Ein amerikanisches Expertengremium änderte zuletzt 1993 die Empfehlungen zur initialen Pharmakotherapie bei Bluthochdruck (1). Basierend auf den Ergebnissen von Langzeitstudien wurden als Medikamente erster Wahl nur noch Diuretika und Betarezeptoren-Blocker genannt, für die sich eine Abnahme der Letalität und der Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse klar belegen ließ. Die zurückgestuften ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten wurden seither – trotz […]

In der Monotherapie der arteriellen Hypertonie sind neue Antihypertensiva (Nitrendipin, Enalapril) den Betablockern und Thiazid-Diuretika nicht überlegen

Im British Medical Journal (1997, 315, 154) wird über eine überwiegend in Deutschland und unter deutscher Federführung (Th. Philipp, Essen) durchgeführte Studie zur Monotherapie der essentiellen Hypertonie berichtet (HANE-Studie). Insgesamt wurden 1005 Patienten (etwas mehr Männer als Frauen) mit diastolischen Blutdruckwerten zwischen 95 und 120 mmHg unter Plazebotherapie in vier Behandlungsgruppen randomisiert. Während einer Titrationsphase […]