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Ca. 200000 Koronarangioplastien werden jährlich in Deutschland durchgeführt, meistens mit, oft aber auch ohne strenge Indikation. Den Koronararterien sind die Motive des Eingriffs egal, sie reagieren stets mit einer Entzündungs- und Heilreaktion. Das dilatierte Segment neigt nach der Traumatisierung jedoch zur Narbenbildung und zur Restenose. Dieses Phänomen wird bei ca. 30% der Patienten klinisch relevant, […]
Auch wenn von Firmenvertretern immer wieder auf die theoretischen und experimentellen Vorteile der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (AT-II-RB) gegenüber den ACE-Hemmern hingewiesen wird, bleibt es bei der Tatsache, daß in klinischen Studien allenfalls eine gleich starke Wirksamkeit hinsichtlich der ”harten Endpunkte”, wie z.B. Überleben, zu finden ist. Auch in einer aktuellen Metaanalyse nach den Kriterien der Cochrane-Gruppe zur […]
Zusammenfassung: Die meisten bisherigen Studien mit Glitazonen sind Kurzzeituntersuchungen über 6 Monate im Vergleich mit Plazebo. Dafür mußten Typ-2-Diabetiker ihre bisherige Medikation absetzen. Dies ist ein hinsichtlich der Kontroll-Gruppe wissenschaftlich und ethisch fragwürdiges Vorgehen. Hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung mikro- und makrovaskulärer Komplikationen, Letalität, „Lebensqualität“ und Kosten gibt es zur Zeit keine ausreichenden Informationen, so daß […]
Prof. Dr. K.B. aus Mainz schreibt: >> Kaum je hat die Rücknahme eines Medikaments auf Grund von Nebenwirkungen einen so großen Wirbel ausgelöst, wie die von Lipobay. Das Ausmaß des Medienrummels steht in keinem Verhältnis zum Ausmaß der Nebenwirkungen. Allerdings könnten auch andere Statine dosisabhängig die gleichen Nebenwirkungen haben. Ein partiell gemeinsamer Syntheseweg für Cholesterol […]
1989 forderte der französische Präsident François Mitterand eine Agentur im Rahmen der Europäischen Union, die verläßliche und vergleichbare Informationen zum Thema Drogen, Drogenabhängigkeit und ihre Folgen sammelt, analysiert und veröffentlicht. 1993 nahm die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in Lissabon mit ca. 50 Mitarbeitern ihren Betrieb auf (1). Die EBDD erhält die notwendigen […]
Eine Herstellerfirma bittet uns um den Hinweis, daß auch ihr Präparat, das Myrtol enthält, in die Cochrane Metaanalyse (s. AMB 2001, 35, 62) aufgenommen wurde und daher von dem insgesamt positiven Urteil dieser Analyse mit erfaßt wird.
Eptifibatid (Integrilin), ein GP-IIb/IIIa-Rezeptor-Antagonist, ist indiziert bei Hochrisikopatienten mit akutem Koronarsyndrom sowie bei komplexer Intervention an den Herzkranzgefäßen (1). Unter den drei auf dem Markt befindlichen GPIIb/IIIa-Rezeptor-Antagonisten ist Eptifibatid als letztes zugelassen worden. Es wird häufig verordnet im Vergleich mit dem am besten untersuchten Medikament dieser Substanzklasse, Abciximab (ReoPro), ist aber viel billiger (2). Über […]
Die Migräne ist eine lästige und oft Arbeitsunfähigkeit verursachende rekurrierende neurovaskuläre Erkrankung. Die wesentlichen Pathomechanismen sind kraniale Vasodilatation und gehemmte Impulstransmission durch den trigeminozervikalen Nervenkomplex. Zur Kupierung von Anfällen sind nebenwirkungsreiche Ergot-Präparate und spezifischer wirkende Triptane geeignet. Triptane sind 5-Hydroxytryptamin(Serotonin)-1B/1D-Rezeptor-Agonisten. Am besten untersucht ist Sumatriptan (50 oder 100 mg oral). Inzwischen stehen aber weltweit sieben […]
Eine Akromegalie wird fast immer durch Wachstumshormon (Growth hormone = GH) sezernierende Makroadenome (> 1 cm Durchmesser) der Hypophyse verursacht. Die Therapie ist schwierig. Nur etwa 50% der Patienten werden durch die Hypophysenoperation geheilt. Da die nicht geheilten Patienten eine schlechte „Lebensqualität“ und eine verkürzte Lebenserwartung haben, werden sie in der Regel durch Bestrahlung des […]
Detaillierte Angaben zur Zahl der Verordnungen von rekombinantem humanem Erythropoietin (rhEPO) für onkologische Indikationen in Deutschland liegen leider nicht vor. Die kürzlich von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin mitgeteilten Zahlen zu den kostenintensivsten Arzneimitteln (Epoetin alfa = Erypo und Epoetin beta = NeoRecormon an Position 2 bzw. 7; vgl. AMB 2001, 35, 95) sprechen jedoch ebenso […]
Zusammenfassung: Insulinanaloga wurden entwickelt, um die physiologische Insulininkretion therapeutisch besser nachzuahmen. Dadurch soll eine bessere Einstellung der Glukose im Blut erreicht werden. Derzeit befinden sich zwei kurzwirksame Insulinanaloga, Insulin aspart (NovoRapid) und Insulin lispro (Humalog), und ein langwirksames Insulinanalogon, Insulin glargin (Lantus), auf dem Markt. Die beiden kurzwirksamen Insulinanaloga sind gleichwertig. Der einfache Austausch von […]
Dr. A. H. aus London schreibt zu unserem Artikel über günstige Wirkungen der Substitution von Dehydroepiandrosteron (DHEA) auch bei Männern mit Addison-Krankheit (1) in Englisch sinngemäß: >> Die Indikation zur Substitution von DHEA erscheint klar, überzeugend und wichtig, aber es kann in Großbritannien nicht verschrieben werden. Kann es in Deutschland ”over the counter” gekauft werden? […]
Die akute Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) führt bei 50-84% der Patienten zu einer chronischen Hepatitis. Weltweit sind ca. 170 Millionen Menschen mit dem HCV infiziert, und bei ca. 10-30% von ihnen entwickelt sich langfristig eine Leberzirrhose. Die Therapie der chronischen HCV-Infektion mit einer Kombination aus pegyliertem Interferon (Peginterferon) alfa-2b (PegIntron) bzw. alfa-2a (Pegasys) und […]
Die Applikation topischer Kortikosteroide und Beta-2-Sympathikomimetika mittels Dosier-Aerosolen gehört zur bewährten Basistherapie des Asthma bronchiale und der chronischen Bronchitis. Die konventionellen Dosier-Aerosole geben auf Druck eine bestimmte Menge des Medikaments als Aerosol frei, das koordiniert mit der Druckanwendung eingeatmet werden muß. Hierfür muß der Patient sorgfältig angeleitet werden. Der größte Teil des Medikaments landet aber […]
Prof. Dr. C.L. aus Ulm schreibt zu unserem Hauptartikel (AMB 2001, 35, 17) und dem Leserbrief (AMB 2001, 35, 71b): >> Dem Leserbrief der Dres. T.H.L. und A.O.L. ist zuzustimmen. Es wird bei uns zum Thema Östrogene und Mammakarzinom fast ausschließlich mit Daten aus den USA argumentiert, die für Europa und Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit […]
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