Artikel

2898 Artikel; Seite 184 von 194

Interferon alfa-2b mit und ohne Ribavirin zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) führt bei ca. 80% der Patienten zu einem chronischen Verlauf. Langzeitfolgen sind Leberzirrhose und hepatozelluläres Karzinom. In Deutschland sind wahrscheinlich 500000 Menschen mit dem Virus infiziert. Die HCV-lnfektion gehört damit zu den häufigsten Lebererkrankungen. Die einzige bisher etablierte Therapie zur Heilung der chronischen HCV-lnfektion ist die Therapie mit Interferon […]

Neues in der Therapie des M. Alzheimer?

Über die Anwendung von Nootropika bei Demenz-Erkrankungen haben wir vor Jahren ausführlich berichtet (1). Seither wurden in Deutschland zwei neue Substanzen für die Indikation Alzheimer-Demenz zugelassen: Tacrin (Cognex) und Donepezil (Aricept). Beide Pharmaka hemmen reversibel die Azetylcholinesterase. Durch die Gabe dieser Mittel erhöht sich die Konzentration cholinerger Transmitter im Zentralnervensystem. Dadurch soll dem Verlust cholinerger […]

Wirksamkeit von kurzzeitig angewendeten Kortikosteroiden bei Schüben einer Rheumatoiden Arthritis

Beim Symptombeginn oder bei akuten Schüben einer Rheumatoiden Arthritis werden die akuten Symptome (Gelenkschwellungen, Schmerzen) bis zum Einsetzen der Wirkung einer „Basistherapie“ (z.B. mit Goldpräparaten oder Methotrexat) entweder mit Kortikosteroiden oder mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAID) behandelt, die mit der Prostaglandin-Synthese interferieren. Die Behandlung des akuten Schubes der Rheumatoiden Arthritis wird in rheumatologischen Zentren sehr unterschiedlich […]

Konsensus zur Therapie des hepatischen Aszites

In der Zeitschrift Hepatology wurden kürzlich von B.A. Runyon die Richtlinien der „American Association for the Study of Liver Diseases“ zur Diagnose und Therapie des hepatischen Aszites vorgestellt (1). Bei ca. 80% der Patienten mit Aszites liegt eine Leberzirrhose vor. Für die Therapieentscheidung ist eine eindeutige Diagnose der Aszites-Ursache notwendig, da. z.B. Aszites maligner bzw. […]

Neue Richtlinien zur Diagnostik und Behandlung der arteriellen Hypertonie

DER ARZNEIMITTELBRIEF hat mehrfach über neuere Studien zur medikamentösen und diätetischen Therapie der arteriellen Hypertonie berichtet (1-5). Eine umfangreiche und lesenswerte Zusammenstellung zur Diagnostik und Therapie des Bluthochdrucks sind die kürzlich veröffentlichten neuen Richtlinien des VI. Reports des US Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation and Treatment of High Blood Pressure (6). In ihrem […]

Arzneiverordnungsreport 1997: Einstweilige Verfügung vom Oberlandesgericht Düsseldorf aufgehoben

Wie wir berichtet haben, durfte der Arzneiverordnungsreport 1997 erstmals nicht vollständig, sondern nur mit Auslassungen, d.h. Schwärzungen, erscheinen (s. AMB 1997, 31, 80a, und 1998, 32, 7a). Mehrere Pharmafirmen hatten wegen der Mitwirkung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK an diesem Report, der sich u.a. kritisch mit sogenannten umstrittenen Arzneimitteln auseinandersetzt und therapeutische Alternativen („Substitutionsempfehlungen“) aufzeigt, […]

Leserbrief: Chelat-Therapie der Arteriosklerose?

Frage von Dr. T.F. aus Schwetzingen: >> Was ist von der Chelat-Therapie der Arteriosklerose zu halten? > Vor mehr als 30 Jahren wurde über die Chelat-Therapie der Verkalkungen bei Arteriosklerose sehr intensiv diskutiert. Unter dem Einfluß der sich ausbreitenden Behandlung mit Kalziumantagonisten wurde es um die Chelat-Therapie stiller; sie ist aber bis heute nicht völlig […]

Venöse Thromboembolien und orale Kontrazeptiva der dritten Generation:

In einem Beschluß des Verwaltungsgerichtes Berlin vom 18. Dezember 1997 ist der Sofortvollzug einer Maßnahme des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgehoben worden. Das BfArM hatte im November 1995 verfügt, daß orale Kontrazeptiva (OK) mit den Gestagenen Gestoden oder Desogestrel nicht Frauen verordnet werden dürfen, die zum allerersten Mal (Erstanwenderinnen) ein hormonelles kombiniertes OK […]

Behandlung von Thrombozytosen bei chronischen myeloproliferativen Syndromen mit Anagrelid

Anagrelid ist eine interessante neue Substanz aus der Gruppe der Imidazol (2,1-b) chinazolin-2-Verbindungen, die im März 1997 von der FDA in den USA zur Behandlung der essentiellen Thrombozythämie (ET) zugelassen und deren Zulassung in Europa beantragt wurde. In-vitro- und tierexperimentelle Untersuchungen hatten ursprünglich eine antiaggregierende Wirkung von Anagrelid auf Thrombozyten ergeben. Bei der anschließenden Verabreichung […]

Vergleich der Wirkung von Omeprazol, Ranitidin und Misoprostol bei gastroduodenalen Ulzera unter NSAID-Behandlung

Viele Patienten, die dauerhaft nichtsteroidale Antirheumatika (NSAID) einnehmen müssen, entwickeln, z.T. asymptomatisch, Magen- und Duodenal-Ulzera und/oder -Erosionen. Yeomans, N.D., et al. (1) und Hawkey, C.J., (2) et al. untersuchten in einer multizentrischen, multinationalen Studie die Wirkung von Omeprazol, Ranitidin und Misoprostol auf solche Ulzera/Erosionen. In die Studie von Yeomans, N.D., et al. wurden 541 Patienten […]

Neue Aspekte bei der Behandlung ventrikulärer Tachykardien

Dem Plötzlichen Herztod liegt in vielen Fällen Kammerflimmern oder eine anhaltende ventrikuläre Tachykardie zu Grunde. Über den Wert der Behandlung mit einem implantierbaren Kardioverter/Defibrillator (ICD) im Hinblick auf eine Lebensverlängerung besteht aber noch immer Unsicherheit. In der vor etwas über einem Jahr erschienenen MADIT-Studie (Multicenter Automatic Defibrillator Implantation Trial) konnte ein Vorteil des ICD bei […]

Hirudine

Zusammenfassung: Hirudin und seine Strukturverwandten sind effektive, aber auch teure Alternativen zum Heparin. Sie bieten einige Vorteile wie konstantere Wirkspiegel im Blut und leichtere Steuerbarkeit. Die Antikoagulation ist, besonders in höheren Dosen, stärker als bei den Heparinen, allerdings zum Preis häufigerer Blutungskomplikationen. Daher sind die meisten großen Studien zu instabiler Angina pectoris, Myokardinfarkt und Ballondilatation […]

Leserbrief:Nichtoperative Therapie beim hepatozellulären Karzinom und bei Lebermetastasen kolorektaler Karzinome

Dr. C.-H.K. aus Berlin schreibt zu unserem Hauptartikel vom September (AMB 1997, 31, 65): >> Neben der von den Autoren erwähnten randomisierten Studie zum Stellenwert der transarteriellen Chemoembolisation (TACE) bei Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) wurde auf dem letzten amerikanischen Krebskongreß eine weitere französische Studie (1) vorgestellt, in der 37 Patienten mit TACE plus Tamoxifen […]

Proarrhythmische Wirkung von Cisplatin und anderen Zytostatika

Cisplatin ist eine wichtige Substanz im Rahmen von Kombinations-Chemotherapien bei verschiedenen soliden Tumoren, wobei seine dosisabhängige, kumulative Nephro-, Neuro- und Ototoxizität gefürchtete unerwünschte Wirkungen sind. Über eine im Vergleich dazu seltene kardiale Nebenwirkung von Cisplatin berichteten kürzlich italienische Autoren (Tassinari, D., et al.: Ann. Oncol. 1997, 8, 1263). Sie beobachteten bei 3 Patienten, die wegen […]

Chemotherapie von hämatologischen Neoplasien und soliden Tumoren: Dosisintensivierung wirklich der Standardtherapie überlegen?

Das Konzept der Hochdosis-Chemotherapie basiert auf experimentellen Untersuchungen, die eine steile Dosis-Wirkungs-Beziehung (d.h. höhere Dosis führt zur effektiveren Zerstörung von Tumorzellen) für zahlreiche Zytostatika nachweisen konnten. Mit der klinischen Wirksamkeit dieses Therapiekonzepts beschäftigt sich eine ausführliche Übersichtsarbeit (1). Insgesamt wurden 45 randomisierte Phase-Ill-Studien bei Patienten mit hämatologischen Neoplasien und soliden Tumoren aus dem Zeitraum von […]