Jg. 42, S. 98; Ausgabe 12 / 2008
Tibolon (T; Liviella®) ist ein sogenannter „Selective tissue estrogenic activity regulator” (STEAR). Es ist in einer Tagesdosis von 2,5 mg in vielen Ländern, aber nicht in den USA, für die Behandlung von Hitzewallungen in der Peri-/Post-Menopause zugelassen. T hat östrogene, androgene und gestagene Eigenschaften. Es kann den postmenopausalen Verlust an Knochenmineralien vermindern (1). Das veranlasste [...]
Jg. 42, S. 92c; Ausgabe 11 / 2008
Strontiumranelat (z.B. Protelos®) kann bei Frauen mit Osteoporose, die Bisphosphonate nicht vertragen, als Alternative eingesetzt werden. Mittlerweile ist es aber zu einem viel verordneten Arzneimittel geworden: fast 5 Mio. Tagesdosen wurden im Jahre 2006 verschrieben, obwohl venöse Thromboembolien und lebensbedrohliche allergische Hautreaktionen zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) gehören (1, 2). Über diese UAW wird jetzt [...]
Jg. 42, S. 68; Ausgabe 09 / 2008
Eine längerfristige supraphysiologisch dosierte Therapie mit Glukokortikoiden (GC) führt bei vielen Patienten, besonders bei Frauen nach der Menopause mit rheumatischen Erkrankungen, zur Osteoporose (Op). Das Frakturrisiko beginnt bei GC-induzierter Op schon bei höheren Knochendichtewerten als bei der postmenopausalen Op ohne GC-Therapie. Während die postmenopausale Op in erster Linie durch beschleunigten Knochenabbau zustande kommt, hemmen GC [...]
Jg. 42, S. 57; Ausgabe 08 / 2008
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland erstmals „Cost-Sharing-Initiativen” bzw. „Risk-Share-Verträge” zwischen pharmazeutischen Herstellern und Ersatzkrankenkassen initiiert. Grundlage dieser Verträge ist der § 130a Abs. 8 des SGB V, der vorsieht, dass „die Krankenkassen oder ihre Verbände mit pharmazeutischen Unternehmen Rabatte für die zu ihren Lasten abgegebenen Arzneimittel vereinbaren können”. Beteiligte pharmazeutische Hersteller (Roche und Novartis [...]
Jg. 42, S. 45a; Ausgabe 06 / 2008
Das ist das Ergebnis der Sekundär-Auswertung einer plazebokontrollierten Studie aus Neuseeland (1), die primär den Effekt von täglich oral 1 g Kalzium als Zitrat auf die Knochendichte bei 1471 Frauen (2) untersuchen sollte. Die Frauen mussten bei Einschluss in die Studie mindestens 55 Jahre alt und mindestens fünf Jahre postmenopausal sein. Das mittlere Alter war [...]
Jg. 42, S. 44; Ausgabe 06 / 2008
In unserem Hauptartikel aus dem Jahr 2004 zur Osteoporose-Therapie (1) wurde festgestellt, dass die Prävention von Frakturen durch Einnahme von Kalzium oder Kalzium plus Vitamin D3 überwiegend bei Menschen über 80 Jahre ohne bisherige Frakturen sinnvoll ist und Frakturen mit einer Number needed to treat (NNT) von etwa 40 pro Behandlungsjahr verhindern kann (2, 3). [...]
Jg. 42, S. 32b; Ausgabe 04 / 2008
Preispolitik bei Zoledronat i.v. zur Behandlung der Osteoporose Dr. Ch. S. aus Berlin schreibt:
Jg. 42, S. 21; Ausgabe 03 / 2008
In einem Cochrane-Review wurde der Effekt von Strontiumranelat zur Prävention der postmenopausalen Osteoporose außerordentlich positiv bewertet (1). Laut Cochrane konnten in drei Studien mit 5254 Frauen durch die tägliche Einnahme von 2 g Strontiumranelat über drei Jahre Wirbelfrakturen zu 37% verhindert werden (RR: 0,63; 95%-Konfidenzintervall = CI: 0,56-0,71). In zwei Studien mit 6572 Frauen (2 [...]
Jg. 42, S. 1; Ausgabe 01 / 2008
Der Arzneiverordnungs-Report 2007 (1) schildert die Verordnungen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz, das 2006 wirksam geworden ist. Die wichtigsten Elemente sind: · die Zuzahlungsbefreiung für Arzneimittel, deren Apothekenverkaufspreis mindestens 30% unter dem Festbetrag liegt, · die Anpassungen in den Festbeträgen sowie · der 10%ige Generikaabschlag in Verbindung mit dem Verbot von [...]
Jg. 41, S. 81; Ausgabe 11 / 2007
Zusammenfassung: Die intravenöse Gabe von Bisphosphonaten (BP) bei Osteoporose ist bei Kontraindikationen für die orale Zufuhr indiziert oder bei Patient(inn)en, die die umständliche orale Einnahmeprozedur zu umgehen wünschen und/oder längere Behandlungsintervalle vorziehen. Mit Ibandronat (Bonviva® 3 mg/ml Fertigspritze, zugelassen seit März 2006) und Zoledronat (Aclasta®, zugelassen seit Oktober 2007) stehen zwei stickstoffhaltige BP für die [...]
Jg. 41, S. 19b; Ausgabe 03 / 2007
Die neuesten Therapierichtlinien des Dachverbandes osteologischer Fachgesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (1) sehen bei gegebener Indikation wegen Osteoporose eine Therapiedauer mit zugelassenen Medikamenten für mindestens 3-5 Jahre vor, da erst nach dieser Zeit in Langzeitstudien die Inzidenz neuer osteoporotischer Frakturen signifikant verringert wurde. Danach sollen die Patienten hinsichtlich einer möglichen Fortsetzung der Therapie erneut [...]
Jg. 40, S. 93a; Ausgabe 12 / 2006
Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, die einer Glukokortikoid(GK)-Therapie bedürfen, verlieren besonders schnell Knochenmasse und -mineralien und neigen zu osteoporotischen Frakturen. Körperliche Aktivität und die Gabe von Bisphosphonaten vermindern das Osteoporose-Risiko. Bisphosphonate inaktivieren Osteoklasten, führen teilweise zu deren Apoptose und verlangsamen den Knochenabbau. Aktive Vitamin-D-Verbindungen hingegen aktivieren Osteoblasten, die unter der Therapie mit GK hinsichtlich Zahl und [...]
Jg. 40, S. 57; Ausgabe 08 / 2006
Zusammenfassung: Seit Veröffentlichung der amerikanischen Women’s-Health-Initiative (WHI)-Studien und der britischen Million-Women (MWS)-Studie wurden die Empfehlungen zur Behandlung von Frauen mit klimakterischen Beschwerden geändert, was zu heftigen Abwehrreaktionen der generellen „HRT”-Befürworter geführt hat. Die WHI-Studien haben gezeigt, dass in ihren untersuchten Kollektiven – anders als in älteren epidemiologischen Studien – die „HRT” nicht vor Herzinfarkten und [...]
Jg. 40, S. 2; Ausgabe 01 / 2006
Im Oktober 2005 erschien der Arzneiverordnungs-Report 2005 (1). Er beschreibt wie alljährlich die Verordnungspraxis im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach Analyse der 400 Millionen ausgestellten Rezepte. Durch das GKV-Modernisierungsgesetz haben sich bekanntermaßen ganz erhebliche Änderungen ergeben, die die Kosten in diesem Bereich um 2,5 Milliarden EUR auf 21,7 Milliarden EUR gesenkt haben. Auf die [...]
Jg. 39, S. 84b; Ausgabe 11 / 2005
Wir haben erste klinische Ergebnisse zur Wirksamkeit von täglich sc. injiziertem Parathormon (PTH) bei postmenopausaler Osteoporose referiert (1, 2). Vom PTH erhofft man sich eine günstige Wirkung bei Osteoporose, da es – in pulsatiler Form zugeführt – in den ersten Wochen die Osteoblasten, d.h. die Knochenneubildung, stimuliert. Allerdings wird in einer späteren Phase durch PTH [...]